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Kirche in WDR 4 | 26.06.2014 | 08:55 Uhr

"Du sollst ein Segen sein!" - Rüstzeug zum Auszug

„Ich muss mal raus!“ – Das denk´ ich manchmal. Was aber, liebe Hörerin, lieber Hörer, wenn einem plötzlich zugeflüstert wird:

„Geh los! Weg aus deinem Land, weg von deiner Verwandtschaft, aus deinem Elternhaus in das Land, das ich dich sehen lasse.“ (1. Mose 12,1f.)

Das sagt Gott zu Abraham. Würden Sie das machen? Einfach so, jetzt sofort, egal, was gerade so los ist? Ich würde spontan sagen: „Nein, das mache ich nicht!“

Aber Abraham macht es. Ohne mit der Wimper zu zucken. Er sagt: „Okay, wenn Du das sagst, mache ich es. Ich gehe los. Weg aus meinem Land, weg von meiner Verwandtschaft, aus meinem Elternhaus in das Land, das Du mich sehen lässt.“

Er fragt nicht, warum. Er fragt nicht, wie. Er fragt nicht, wohin es geht. Er macht einfach fraglos das, was Gott ihm sagt.

In der Bibel steht dazu nur: „Da zog Abraham aus.“ (1. Mose 12,4)

Oder hat Abraham doch gezögert. Hat er Gott doch gefragt: Warum? Wieso? Wo geht es überhaupt hin? Wie wird es mir da gehen? Kannst du mir vielleicht ein bisschen mehr Auskunft geben über das neue Land! Wie auch immer es gewesen ist, irgendetwas hat Gott dazu bewogen, eins draufzulegen. Gott gibt ein Versprechen:

„...Du wirst ein Segen sein.“ (1. Mose 12,2)

Ein ungewöhnliches Versprechen. Würde uns das motivieren, etwas Neues zu wagen?

Würde es den Mann motivieren, die neue Arbeitsstelle anzutreten? Ihn, der seit Jahren sagt: „Ich gehe erst dahin, wenn ich weiß, dass es da besser ist.“ Würde es die Frau motivieren, die in einer unglücklichen Beziehung ist, sich schlagen lässt und ihren Freund trotzdem nicht verlässt? „Ich verlasse ihn erst, wenn ich einen anderen gefunden habe.“, sagt sie.

Von Abraham wissen wir, dass er losgegangen ist. Wie er sich gefühlt hat, was vorher war und ob er eine gute Reiseversicherung abgeschlossen hat, davon wird in der Bibel nichts berichtet.

Ich bin mir sicher, dass es Abraham nicht leicht gefallen ist, alles zu verlassen.

„Geh los! Weg aus deinem Land, weg von deiner Verwandtschaft, aus deinem Elternhaus in das Land, das ich dich sehen lasse.“ (1. Mose 12,1f.)

Das macht Abraham nicht einfach so. Er macht es, weil er sich sicher ist. Er ist sich sicher, das Richtige zu tun. Gott verspricht ihm: „Du wirst ein Segen sein“ oder anders gesagt: Ich bin mit dir auf deiner Reise.

Abraham wird zum Segen, weil er geht, weil er das Neue wagt, weil er darauf vertraut, dass das, was Gott da von ihm verlangt, seinen Sinn hat.

Gesegnet sein ist keine leichte Aufgabe. Gesegnet sein heißt nicht, dass man das ganze Leben lang glücklich ist. Gesegnet sein heißt nicht, dass einem alles gelingt.

Abraham selbst ist dafür das beste Beispiel: Er wird von Gott zum „Vater der Völker“ ernannt. Abraham hat am Ende seines Lebens gerade mal zwei leibliche Kinder. Das ist höchstens ein Vorgeschmack auf die Vaterfreuden, die man als Vater über alle Völker genießt. Aber in ihm und durch seinen Glauben beginnt die Segenskette zwischen Gott und den Menschen.

Das macht ihn zum Vater von jedem, der glaubt, von jedem, der sich als ein sinnvolles Glied in der Segenskette mit Gott verbunden fühlt.

Liebe Hörerin, lieber Hörer, was uns heute mit Abraham verbindet, ist der Glaube daran, dass das Leben einen Sinn hat. Dass Gott an jedem Einzelnen von uns Interesse hat. Mit Abraham ist die Geschichte des Glaubens losgegangen. Wir können sie weiterschreiben. Glauben heißt, Neues wagen, was auch immer das für Sie persönlich heißt. Der Himmel ruft Ihnen zu: „Geh los! Du wirst ein Segen sein“. Ihre Judith Uhrmeister aus Düsseldorf.

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