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Kirche in WDR 4 | 28.06.2014 | 08:55 Uhr

"Du sollst Vater und Mutter ehren!"

„Was sollst Du Vater und Mutter?“, fragt der Vater. „ehren“, antwortet seine Tochter, die gerade erst sprechen lernt. Gut einstudiert. Dressiert. Artig. Süß, niedlich. Ein Spaß für die Großen.

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“ (2. Mose 20,12)

Das ist kein Witz. So heißt es in einem der Zehn Gebote im zweiten Buch Mose.

Und mit dem Ernst kommt die Frage auf: Wie kann Gott das pauschal verlangen?

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“ (2. Mose 20,12)

Lieber Hörerin, lieber Hörer, eines haben wir alle gemeinsam: Wir alle haben seit unserer Geburt Eltern, leibliche Eltern und wir alle haben uns unsere Eltern nicht ausgesucht. Eltern sind „ein Fall für sich“. Da weiß sicherlich jeder seine ganz persönliche Geschichte zu erzählen. Die eine hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, der nächste ein schlechtes, manche haben gar kein Verhältnis, weil sie ihre Eltern nicht kennen. Bei vielen verändert sich das Verhältnis im Laufe des Lebens, manchmal dramatisch.

Wir haben aber nicht nur leibliche Eltern. Wir begegnen in unserem Leben auch Menschen, die sich uns gegenüber im besten Sinne „wie Eltern“ verhalten. Sie schauen uns an mit Augen der bedingungslosen Zuneigung. Es sind Menschen, die sich um uns kümmern, die da sind, wenn wir sie brauchen. Manchmal sind es Menschen, die fördern, was wir gut können. Oder auch ganz ehrlich sagen, was wir nicht können. In jedem Fall aber hat diese Art von Eltern kein bestimmtes Geschlecht, keine bestimmte Altersgruppe und auch keinen bestimmten sozialen Stand.

Es gibt also zwei Arten von Eltern: die leiblichen Eltern und die, die sich uns gegenüber wie liebende Eltern verhalten. Im besten Fall treffen beide Arten auf dieselben zwei Personen, also Vater und Mutter zu.

Was aber, wenn nicht? Welche Art von Eltern meint Gott, wenn er sagt: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“?

Die leiblichen oder immer gerade die, die uns ins Leben helfen?

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ (2. Mose 20,12)

Ich würde sagen: Es sind beide Arten von Eltern gemeint. Das heißt aber auch: Beide Arten von Eltern sind für unser Leben wichtig, weil beide Arten uns zu denen machen, die wir sind.

Unsere leiblichen Eltern sind der Körper gewordene Beweis: Wir können uns selbst nicht das Leben geben. Wir alle brauchen einen Bauch, in dem wir neun Monate heranwachsen, und wir alle brauchen eine Mutter, die uns auf die Welt bringt. Und unsere nicht leiblichen Eltern, wie auch immer sie aussehen, sind der Beweis dafür, dass wir immer wieder Menschen brauchen, die uns unterstützen.

Gleichzeitig sind beide, leibliche wie nicht leibliche Eltern der lebende Beweis dafür: Eltern sind keine Götter, die uns das Heil bringen.

Eltern sind Menschen. Sie machen Fehler. Manchmal sind es Menschen, die so große Fehler machen, dass ihre Fehler das ganze Leben der Kinder beeinflussen. Eltern tun uns Gutes und Schlechtes.

Wenn Gott jetzt sagt: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!“ – trotz allem, dann sagt er damit: „Du und deine Eltern - ihr seid Teil einer großen Geschichte. Glieder einer Segenskette. Denkt daran: Ich habe euch alle geschaffen. Jeden einzelnen von euch – einmalig und mit seiner je eigenen Aufgabe.“

Ich glaube, das Elterngebot soll uns Menschen nicht dazu zwingen, alles, was unsere Eltern tun oder nicht tun gut zu heißen.

Ich glaube, es ist eher eine Art Angebot, den Dank und den Ärger über die eigenen Eltern an den zu richten, der tatsächlich für das Heil zuständig ist: Gott! Das macht frei, Trauer und Ärger zu äußern und dann auch loszulassen.

Gott verträgt die Frage: Warum ich hier und heute? Eltern vertragen diese Frage oft nicht und sie können sie auch nicht beantworten.

Das Elterngebot – ein kluger Ratgeber Gottes zum Erwachsenwerden, meint Vikarin Judith Uhrmeister aus Düsseldorf.

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