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Kirche in WDR 4 | 11.06.2015 | 08:55 Uhr

Dranbleiben! Die Kanaanäische Frau

Autorin: Der Antrag war nicht bewilligt zurückgekommen. Und damit war sein Traum wie eine Luftblase zerplatzt. Das war das Ende seines geplanten Projektes – unvorstellbar! Ob er doch noch einmal persönlich mit dem zuständigen Sachbearbeiter sprechen sollte?

Sprachlos blickte sie auf das Blatt in ihrer Hand. Nun hatte ihre Tochter doch keinen Platz in ihrem Wunsch-Kindergarten bekommen. Wie sollte sie ihr das bloß erklären? Aber die Kita-Leiterin noch einmal bitten – das wollte sie auch nicht!

Die meisten kennen Situationen, in denen man das Gefühl hat, nicht weiterzukommen. Das Ziel, das man sich gesteckt hat, ist nicht erreicht worden. Die Bitte, die man gestellt hat, ist nicht erhört worden. Man ist enttäuscht, man resigniert, man gibt auf.

Aber es gibt Hoffnung. Eine biblische Geschichte erzählt von einer Frau. Die hat eine kranke Tochter; obwohl sie nicht zum Volk Israel gehört, hat sie von diesem Jesus gehört, der Wunder wirken kann. Der sich besonders um die kleinen Leute bemüht – um die Armen und Kranken, um die Ausgestoßenen. So kommt sie zu ihm und bittet ihn um Hilfe. Seine Jünger sind genervt und würden sie am liebsten sofort wegscheuchen; auch Jesus erklärt ihr, dass er ihr nicht helfen kann, weil sie nicht zu seinem Volk gehört.

Sprecher: „Es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.“

Autorin: Spätestens jetzt hätten die meisten wohl aufgegeben. Wenn selbst Jesus seine Hilfe verweigert..... da bleibt keine Hoffnung mehr. Doch die Frau gibt nicht auf. Entweder hat sie einen felsenfesten Glauben an diesen Mann Gottes oder sie ist wegen ihrer Tochter so unendlich verzweifelt, dass sie sich an jeden Strohhalm klammert. Vermutlich von allem etwas. Anstatt aufzugeben und sich abzuwenden, entgegnet sie Jesus:

Sprecherin: „Gewiss, Herr, aber die Hunde bekommen doch wenigstens die Brocken, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.“

Autorin: Sie sagt ihm: Auch wenn du dich in erster Linie um deine Leute kümmerst, fällt für mich noch genug ab. Wie Jesus wohl darauf reagiert?

Sprecher: „Du hast großes Vertrauen, Frau. Wie du willst, so soll dir geschehen.

Autorin: Zum Glück hat die Frau nicht sofort aufgegeben. Manchmal muss man über seinen Schatten springen. Muss einen anderen bitten, sogar bedrängen, damit einem geholfen wird; damit man sein Ziel erreichen kann. Natürlich ist das keine Garantie, dass man immer das bekommt, was man möchte. Aber wenn man es gar nicht erst versucht, kommt man seinem Ziel nie näher. Wenn selbst Jesus sich auf solches Drängen einlässt, wenn sogar er seine Meinung ändert – warum dann auch nicht ein anderer? Z.B. ein Sachbearbeiter oder eine Kita-Leiterin?

Also, haben Sie Mut, liebe Hörer, sich für Ihre Ziele einzusetzen. Geben sie nicht bei dem ersten Hindernis auf, bleiben Sie dran.

Gott befohlen Ihre Johanna Krumbach, Pfarrerin in Augustdorf

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