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Kirche in WDR 4 | 26.11.2016 | 08:55 Uhr

Adventsmomente

Guten Morgen!

Morgen ist erster Advent. Das heißt, der Countdown für das Weihnachtsfest beginnt. Bald ist es so weit: Christinnen und Christen feiern die Geburt eines Kindes, das die Welt rettet. Aus biblischer Sicht ist Jesus nicht einfach so in die Welt gekommen, ganz schlicht als Sohn eines Zimmermanns und seiner sehr jungen Verlobten. Jesus hatte Vorfahren. Menschen, die ihm in den Stammbaum geschrieben wurden. Man kann diesen Stammbaum nachlesen in den Berichten, die über Jesus in der Bibel stehen. Seine Vorfahren sind Menschen, die in ihrem Leben wichtige Adventsmomente erlebt haben. Advent heißt ja Ankunft. In diesem Fall: die Ankunft Gottes im Leben. Die Adventszeit ist die Zeit der Vorbereitung auf diese Ankunft Gottes, die Weihnachten gefeiert wird. Wie diese Ankunft Gottes im eigenen Leben aussieht, davon können die Vorfahren Jesu erzählen. Einer von ihnen ist Jakob.

Er ist ein Enkelsohn Abrahams. Sein Bruder heißt Esau. Über Jakob gibt es viele Geschichten in der Bibel, aber eine Geschichte zieht sich durch sein Leben.

Die Geschichte von ihm und seinem ungleichen Bruder Esau. Jakob, der jüngere ist klug und gewieft. Er nimmt sich, was er braucht, auch wenn es ihm gar nicht zu steht. Immer wieder zieht er seinem großen Bruder Esau, einem echten Naturburschen, die dicksten Fische vom Teller.

Und dann behandeln ihre Eltern sie sehr unterschiedlich. Die Mutter hat Jakob lieber und der Vater seinen großen Bruder Esau. Wer Geschwister hat, weiß: Das muss zum Streit führen. Und es führt zum Streit.

Jakob betrügt Esau immer wieder. Die beiden verlassen das Elternhaus in erbittertem Streit.

Spulen wir die Geschichte ein Stück nach vorne.

Nach einigen Jahren treffen Jakob und Esau wieder aufeinander. Jakob scheint in dieser Zeit bewusst geworden zu sein: „Ich habe mich meinem Bruder gegenüber nicht korrekt verhalten. Ziemlich mies sogar.“

Was er getan hat, tut Jakob nun leid und er will, dass Esau ihm verzeiht. Jakob will sich unbedingt mit seinem Bruder versöhnen. Aber er glaubt nicht wirklich daran, dass es klappen wird. Die beiden Brüder treffen also aufeinander und Esau reagiert anders, als erwartet: Er hat seinem Bruder längst verziehen. Und der erstaunte Jakob sagt:

„Ich sah dein Angesicht als sähe ich Gottes Angesicht, und du hast mich freundlich angesehen.“ (1. Mose 33,10)

Sie fallen sich in die Arme und versöhnen sich. Jakob erlebt seinen Adventsmoment, als er seinem Bruder Esau ins Gesicht blickt. Und der ihn nach all dem Ärger trotzdem freundlich ansieht. Jakob erkennt in diesem freundlich-versöhnlichen Blick Gott selbst. Gott, der die Finger im Spiel hat, wenn Menschen sich versöhnen. Geschenke und Entschuldigungen bringen niemanden dazu, zu vergeben. Es ist ein inneres Geschehen. Jakob empfindet das so: Gott vermittelt, wenn Menschen sich wiederfinden. Wie Gott das macht, das wird nicht erzählt und das bleibt sein Geheimnis. Was Esau in all der Zeit widerfahren ist und was ihn in seinem Innersten dazu bewegt hat, seinem Bruder zu verzeihen, darüber kann man nur spekulieren. Aber Jakob, der seinen Bruder so sehr verletzt hat, sieht in Esaus Gesicht die Freundlichkeit Gottes.

Als in der Heiligen Nacht das Christkind geboren wird, haben alle, die in die Krippe geblickt haben, das freundliche Gesicht Gottes gesehen und es ist Weihnachten geworden.

Also: Seien Sie gespannt auf Weihnachten, auf die Feier der Ankunft Gottes im Leben. Das strahlende Lachen des Kindes gilt Ihnen!

Ihre Judith Uhrmeister, Pfarrerin in Düsseldorf.

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