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Kirche in WDR 4 | 12.12.2020 | 08:55 Uhr

König von Münster


Eine Leiche im Burggraben – das ist auch für Boerne und Thiel etwas Neues. Die beiden ermitteln morgen Abend im Tatort aus Münster.

Und, was sagen Sie? Ertrunken? Der Mann trägt eine Ritterrüstung, Thiel. Ach das ist eine Ritterrüstung, ja? Vielen Dank, Herr Professor Dr. Dr. Was ich damit meine, ist: Die Ritterrüstung erschwert die äußere Leichenschau.

Das Opfer ist der frischgebackene Burgherr von Haus Lüdecke. Einer Wasserburg in Münster, die im Mittelalter Geschichte geschrieben hat. Jetzt ist der neue Besitzer tot und seine Familie ist überzeugt: Das war doch ein Unfall, ertrunken ist er im Burggraben. Doch Thiel hat da seine Zweifel...

Einer von Ihnen lügt. Mindestens einer von Ihnen weiß mehr, über das, was in der Nacht vor seinem Tod passiert ist. [0:08]

Und während Boerne und Thiel ermitteln, will die Familie des Toten auf der Burg Mittelalterspiele veranstalten.

Sie wollten als Familie gemeinsam zu seiner Geburtstagsfeier so ein Stück aufführen? Wir wollten und ich denke wir werden. Also nicht im Rahmen einer Geburtstagsfeier, aber einer Art Lebensfeier. Spinnst du? Der König ist tot. Das ist keine Lebensfeier, das ist eine Werbeveranstaltung, was du machen willst.

 „König von Münster“: So wurde vor knapp 500 Jahren der Anführer der Wiedertäufer-Bewegung in Münster genannt. Und genau diese Geschichte der Wiedertäufer will die Familie bei den Mittelalterspielen aufführen. Aber macht der Tote dem Ganzen jetzt einen Strich durch die Rechnung?

Wenn ich bei meinen Ermittlungen irgendeine Hinweise auf Fremdverschulden finde, dann ist das hier ein Tatort und dann werde ich den absperren müssen und dann findet hier überhaupt nichts statt. Wieso Fremdverschulden? Er ist doch in den Graben gefallen und dann ertrunken. Ja, aber wieso und warum er in den Graben gefallen ist, ist noch unklar.

Mord oder Unfall? Diese Frage verknüpft die beliebte Krimiserie diesmal mit der Geschichte der Wiedertäufer in Münster. Und somit widmet sich der Tatort Morgenabend einem der bekanntesten und düstersten Kapitel aus Münsters Stadtgeschichte.  Die Bewegung hat im Mittelalter kurz sogar die Stadt regiert und war der Auffassung: Kinder zu taufen ist ja schön und gut, aber wichtig ist eine zweite Taufe für Erwachsene. Denn erst als Erwachsener versteht man, worum es bei der Taufe geht – die Aufnahme in die Gemeinschaft mit Gott.  Noch heute praktizieren die Baptisten es weltweit so, wie einst die Wiedertäufer in Münster. Warum ich der Kindertaufe dennoch etwas abgewinnen kann? In der Taufe spricht Gott sein bedingungsloses „Ja“ zu mir und verspricht, fortan an meiner Seite zu sein. Egal, ob ich das als Baby schon verstehen kann oder nicht - Gott sagt immer ja zu mir. Diese Zusage bleibt ein Leben lang und gilt auch in Zeiten, in denen ich mit dem Kopf ganz woanders bin. Ein tolles Geschenk, find ich. Und gerade weil dieses Geschenk ein Leben lang gültig ist, brauche ich keine zweite Taufe. Ich muss mir das nicht verdienen, oder durch die richtige Art zu Glauben legitimieren: Die Aussage der Taufe – auch bei einem Kind – die bleibt: Durch die Taufe kann ich darauf vertrauen: Gott ist an meiner Seite. Und mit der Salbung – ein Ritual bei der Taufe – wird sogar jedem Menschen die uralte Königswürde zugesprochen. In diesem Sinne – amüsieren Sie sich königlich beim Tatort aus Münster, der den Titel hat: „Es lebe der König“.

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