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Sonntagskirche | 07.02.2021 | 08:55 Uhr

Bauchnabel

L: Du, Mark, sag mal, wie war das eigentlich bei meiner Taufe?

Oh, Entschuldigung, guten Morgen alle am Radio…

Nun sag schon, wie war das bei meiner Taufe. Ich war zwar dabei, kann mich aber überhaupt nicht dran erinnern. Dazu war ich noch viel zu klein. Erzähl doch mal.

 

MN: Klaro, Lars, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern.

Der Tag fing ganz schön früh an.

Er war bis zum Gang in die Kirche schon ganz aufregend. Soviel mussten wir noch vorbereiten. Und wir dachten eigentlich, dass wir alles organisiert hätten. Aber hier fehlte noch ein Stuhl, da fehlte noch was und kurz vor der Abfahrt brauchtest du noch eine frische Windel.

Das passierte immer, wenn man es eilig hatte.

Gut angezogen und völlig durchgeschwitzt machten wir uns schließlich auf den Weg in die Kirche.

In der Kirche angekommen, konnten wir Luft holen und dem tollen Gottesdienst der Pfarrerin zuhören. Jetzt konnte ich endlich die ganzen Anstrengungen und Aufregungen vergessen und zur Ruhe kommen. Zwischenzeitlich mussten wir dich nur ein bisschen bei Laune halten. Während deiner Taufe hast du die Pfarrerin mit deinen großen blauen Augen angeguckt. Sie hat dir Wasser über den Kopf gegossen und deinen Taufspruch gesagt.

 

L: (Unterbrechend) Wie geht der denn?

 

MN: „Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr einander lieben.“ (Johannes 13,34) Das hat Jesus zu seinen Leuten gesagt. Jesus hat die Menschen so geliebt wie Gott, sein Vater, die Menschen liebt hat. Und der Evangelist Johannes hat das aufgeschrieben. Das bedeutet für dich: Gott hat dich ganz doll lieb. Und weißt du was, das kannst du sogar selber sehen.

 

L: Hä? Ich kann das selber sehen? Wie denn?

 

MN: Es gibt da so eine kleine Geschichte. Ich weiß gar nicht, wo ich die herhabe.

Als Gott die Menschen gemacht hatte, da mussten sich alle nochmal vor ihm aufstellen. Da war was los! Da standen Dicke und Dünne, Große und Kleine.

Der Himmel war voll von Menschen, so unzählig viele waren es. Jeder war anders und jeder war einmalig. Und dann ist Gott von Mensch zu Mensch gezogen.

Er hat sie sich genau angesehen, lange, ganz lange. Er hat sich richtig über seine Meisterwerke gefreut und war vielleicht sogar ein bisschen stolz auf sich.

Und dann hat Gott jedem mit dem Finger auf den Bauch getippt und hat gesagt: Dich hab ich lieb und dich hab ich lieb und dich hab ich lieb. Als Erinnerung haben sie alle einen Bauchnabel.

 

L: Dann weiß ich jetzt warum mein Bauchnabel immer noch da ist. Gott hat mich lieb! Hat er dich auch lieb? Lass mich mal nachgucken…

 

MN: Und wie ist das bei ihnen…!

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sonntag.

 

Sprecher: Lars Wiegand

 


Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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