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Sonntagskirche | 30.05.2021 | 08:55 Uhr

Dreifaltigkeit

Aller guten Dinge sind drei, heißt es. Das sagt man zum Beispiel, wenn man drei Anläufe gebraucht hat, um eine Prüfung zu bestehen. Oder gerade sein drittes Kind bekommen hat. Denn die Zahl drei steht in vielen Kulturen für Vollkommenheit. So spielt sie bei uns in vielen Märchen eine Rolle: drei Söhne ziehen aus, um ihr Glück zu suchen – oder drei Prinzessinnen. Sie müssen drei Prüfungen bestehen und haben am Ende drei Wünsche frei. Auch in der Bibel ist die Zahl bedeutsam. Denken Sie nur an die Heiligen drei Könige, die Auferstehung am dritten Tag und die Dreifaltigkeit. Dass Gott Sohn, Gott Vater und der Heilige Geist eins sind, fand ich als Kind erstaunlich. Nein, eigentlich unfassbar. Später lernte ich, dass es viele Religionen gibt, die eine Dreiheit von Göttern kennen. Zum Beispiel in der griechischen, ägyptischen und hinduistischen Mythologie. Aber nirgendwo ist es so kompliziert wie im Christentum, finde ich. Denn hier geht es ja nicht um drei Götter, die gemeinsam herrschen, sondern um drei Personen, die eins sind. Gott Vater, Gott Sohn und der Geist Gottes bilden eine Wesenseinheit. Sie wirken gemeinsam: der Schöpfer, Jesus und der Geist, der aus ihnen hervorgeht. Heute, eine Woche nach Pfingsten, feiert die Kirche das Hochfest „Trinitatis“. Der Dreifaltigkeitssonntag ist eine abstrakte Angelegenheit. Und deshalb versuche ich, mir vorzustellen, wie es gemeint sein kann, dass drei Personen eins sind. Vielleicht ist es ein bisschen vergleichbar mit den verschiedenen Rollen, die ich in meinem Leben einnehme. Gegenüber meinen Kindern bin ich die Mutter, gegenüber meiner Mutter die Tochter. Und Ihnen gegenüber wecke ich mit diesem geistigen Impuls vielleicht gerade etwas, das Sie heute noch beschäftigen wird. Trotzdem bin ich ein und dieselbe – es ist eine Frage der Perspektive. So stelle ich es mir auch mit der Dreieinigkeit vor. Wenn ich zu Gott bete, dann spreche ich ihn manchmal als Vater an, als Schöpfer und Ursprung. Dann wieder ist mir der Sohn näher, der Mensch geworden ist und meine Probleme deshalb bestimmt gut versteht. Wenn ich um Geistesgaben bitte – um Inspiration, Erkenntnis oder Mut – dann wünsche ich mir, dass der Geist Gottes mich berührt. Trotz aller Überlegungen bleibt die Dreifaltigkeit für mich geheimnisvoll. Ich vertraue aber darauf, dass alles gut wird, wenn Vater, Sohn und Heiliger Geist gemeinsam wirken. Denn aller guten Dinge sind drei.

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