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Kirche in WDR 4 | 18.09.2021 | 08:55 Uhr

Tag des Friedhofes

Es gibt ja immer was zu feiern!!! Heute ist zum Beispiel der Bundesweite Tag des Friedhofs.

Ich gebe zu, dass Friedhöfe er selten Partyatmosphäre verströmen und das ist auch gut so. Aber gleichzeitig sind Friedhöfe auch keine Orte ohne Fröhlichkeit. Sie sind auch nicht ausschließlich Orte des Todes, sondern auch orte der Kunst, Orte der Erinnerung und Ort des Neuanfangs. Ich rede jetzt gar nicht von der Auferstehung der Toten, sondern von einem ganz irdischen Neuanfang mit einem Menschen der nicht mehr lebt. Oft beginnt dieser Neunanfang beim Leichenschmaus nach der Beerdigung. Besonders wenn ein alter Mensch verstorben ist werden hier viele Geschichten, die man mit dem Verstorbenen erlebt hat ausgepackt und mit ein wenig Glück wird sogar gelacht über kleine Eigenarten, die der oder die Verstorbene hatte. Dieses Lachen ist dann nicht Respektlosigkeit gegenüber dem Tod, sondern die Freude über die Erkenntnis, dass es schön und gut war den verstorbenen Menschen gekannt oder noch besser erlebt zu haben. Viele dieser Geschichten werden dann übertrieben, ausgeschmückt oder sogar verklärt. Das diese Geschichten die historische Figur des oder der Verstorbenen nicht korrekt darstellen finde ich nicht schlimm, denn diese Anekdoten sind wie gesagt der Neuanfang eines neuen Lebens, dass sich in den Köpfen und Herzen der hinterbliebenen Angehörigen abspielt. Sie halten den oder die Tote in ihrer Liebe und Erzählungen lebendig. Sie lassen die Toten zwar gehen, aber behalten doch etwas von Ihnen zurück, dass ein eigenes wertvolles Leben besitzt. Ich selbst habe die Geschichten meiner Oma über Ihre Mutter geliebt und obwohl ich diese Frau, meine Uroma, nie kennengelernt habe hatte ich eine liebvolle Beziehung zu Ihr. Sie war eine Heldin für mich, da sie es schaffte ohne Waschmaschine, Bügeleisen oder Elektroherd eine große Familie zu versorgen und trotz aller Arbeit mit Liebe zu überschütten. Wenn wir ihr Grab besuchten war dies kein Ort der Trauer, sondern ein Ort des Lebens und des Friedens. Natürlich ist dies nicht bei allen Gräbern auf einem Friedhof möglich, da manch ein Tod zu tragisch und zu früh war. Oder die Toten haben niemanden mehr, der sich an sie erinnern kann. Als Christ habe ich aber auch für die tragischen und vergessenen Verstorbenen Hoffnung. Denn auch für sie ist nach meinem Glauben der Friedhof der Ort eines Neuanfangs. Auch für sie ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, da sie im Himmel hören werden: „Wie schön dass Du zu Hause bist. Du bist wahrhaftig willkommen und geliebt!“

Es ist noch nichts verloren. Es gibt immer was zu feiern. Morgen ist Sonntag. Heute ist Wochenende und der Tod hat nicht das letzte Wort.

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