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Sonntagskirche | 17.07.2022 | 08:55 Uhr

Betriebsferien

Guten Morgen,

letzte Woche habe ich bei unserem Elektriker angerufen.

Nur der Anrufbeantworter ging ran und eine freundliche Stimme teilte mir mit:

„Verehrter Kunde, wir machen Betriebsferien. Unser Geschäft ist während des Urlaubs geschlossen.

In vierzehn Tagen stehen wir ihnen wieder erholt zur Verfügung. Wir wünschen ihnen auch schöne Ferien.“

Vierzehn Tage Betriebsferien.

Dann muss meine kleine Reparatur wohl warten.

Für zwei Wochen ist der Laden zu und die Mitarbeiter erholen sich und stärken sich für neue Aufgaben.

Mein Blick fällt auf die Kirche, neben der ich wohne. Wie wäre es eigentlich, wenn Gott Betriebsferien machen würde. Nur mal angenommen, Gott hängt ein großes Schild an der Kirche auf: Wegen Betriebsferien geschlossen.

Und wenn ich dann zu ihm bete, bekomme ich als Antwort:

„Ich bin die nächsten vierzehn Tage nicht erreichbar, aber in zwei Wochen bin ich für neue Aufgaben bereit.“

Gott macht Urlaub, eine merkwürdige Vorstellung für mich. Ein komischer Gedanke.

Gott packt seinen Koffer und verreist. Setzt sich irgendwo in den Liegestuhl und ruht sich aus!


Was heißt eigentlich „Urlaub“… „Urlaub“ kommt vom althochdeutschen „Urloup“ - was so viel wie Erlaubnis bedeutet.

Im Urlaub hat man die Erlaubnis der Arbeit fernzubleiben, für eine gewisse Zeit.

Doch wie soll das bei Gott klappen. Er, der 24/7 und das 365 Tage im Jahr erreichbar ist.

Nein, Gott macht keinen Urlaub, das glaube ich nicht Wenn er wirklich Urlaub machen würde, dann wäre die Welt eine Zeitlang ohne ihn.

Für mich nicht vorstellbar. Ich glaube: Er macht mit uns, er macht mit mir Urlaub.

Ich kann im Urlaub Zeit verbringen, Zeit, die mir im Alltag fehlt. Zeit, um meinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Intensive Zeit mit der Familie. Zeit, die Urlaubstage anders zu gestalten, als es der Alltag sonst vorschreibt. Wie freue ich mich, nicht jede Minute verplanen zu müssen. Ich muss im Urlaub nichts schaffen.

Ich kann die Zeit laufen lassen, Ruhe finden und vielleicht auch mal die Stille richtig genießen. Stille, von der sonst so wenig bleibt, und ich freue mich über jeden Urlaubstag, über die Kleinigkeiten, die mir Spaß machen.

Ich kann mich mit meinen Urlaubsgefühlen treiben lassen. Denn ich weiß, dass Gott keine Betriebsferien macht und ein Auge auf mich hat. Das stärkt und tut gut


Er begleitet mich durch meinen Urlaub. Er ruht auch mal mit mir aus. Er merkt, wenn es mir nicht gut geht, wenn in der Stille unangenehme Gefühle und Gedanken auftauchen. Gott genießt die Zeit mit mir, und beobachtet mich, wie ich mich erhole und Kraft tanke.

Wenn ich dann gestärkt für neue Aufgaben zurückkomme ist er immer noch: und wieder bei mir.

Sein Versprechen gilt im Urlaub, wie im Alltag. Das Versprechen heißt: „Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt.“ (Die Bibel, Matthäus 28,20)

Also, auch im Urlaub. Ich kann mich erholen und entspannen und wissen, Gott passt auf mich auf.

Er nimmt sich keine Auszeit. Er begleitet mich überallhin. Und das beruhigt mich.

Erholsame Ferien.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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