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Sonntagskirche | 29.05.2022 | 08:55 Uhr

GOTT sehen

Guten Morgen!

Ich arbeite in der Schule und auch in der Gemeinde zusammen mit Kindern und Jugendlichen – und ich liebe es! Die Gespräche mit ihnen sind sehr wertvoll für mich. Vor allem die, über GOTT. All die vielen Mauern in meinem Glaubensleben – zusammen mit Kindern oder Jugendlichen kann ich über sie rüber springen.

Haben Sie heute Morgen Lust, mit mir so einen Sprung zu wagen?


38 Jugendliche begleite ich gerade auf dem Weg zur Konfirmation. Wir sind zusammen ein Jahr lang auf Gottsuche. Dieser Jahrgang hat mich herausgefordert – und überrascht – und mir geholfen, einen wunderbaren Glaubenssprung zu machen:


Wir haben zusammen in die Bibel geschaut und viele Bilder für GOTT gefunden. Ganz klassische von GOTT, dem Vater oder dem guten Hirten. Bilder aus der Natur – da wird GOTT verglichen mit einer Quelle oder der Sonne. Wir haben Bilder gefunden wie „Schutz und Schirm“ oder „Burg und Schild“. Und dann: GOTT ist wie eine Mutter, die einen tröstet.


Aber dieses Jahr ist mir zum ersten Mal passiert, dass sich alle einig waren: Wir brauchen noch mehr. Noch ein Bild. Ein anderes – wir brauchen ein Bild für Gott, das kein Geschlecht hat. Nicht der Vater – aber auch nicht die Mutter.


Das habe ich so wirklich noch nie erlebt.

Und das ist ganz schön schwer – wie schreibt man GOTT mit „binnen-I“ - oder mit einem Sternchen – oder überhaupt... Ich meine: Kann man GOTT „gendern?“


„Aber es ist Euch doch auch so klar, dass GOTT nicht Mann oder Frau ist und dass kein Bild Gott je ganz erfassen kann“, sage ich. Und die Jugendlichen antworten:
„Na eben, wenn es doch klar ist – dann müssen wir das doch auch so sagen.“


Schwierig.


Was für ein Bild von GOTT nehmen wir, um zu beschreiben, dass er weder Mann noch Frau ist? Dass er überhaupt viel mehr ist als alle Bilder zusammengenommen, die sich Menschen machen können.

Wir brauchen eins, das GOTT überall draußen beschreibt – und ein ganz nahes, so direkt bei mir.



Was für eins kann das sein?

GOTT überall – und GOTT in mir...


Liebe. Ganz einfach. Einfach: Liebe.


Liebe um mich herum – gibt mir Halt. Liebe in mir – macht mir Mut.


Niemand hat GOTT je gesehen, heißt es in der Bibel.

Aber wenn ihr Liebe habt, untereinander und zu euch selbst,

könnt ihr GOTT begegnen, ihn sehen:

GOTT, die Liebe selbst.

GOTT ist Liebe. (nach 1. Johannes 4,12)


Ich wünsche Ihnen, die Sie jetzt zuhören, dass solch eine Art von GOTTESbegegnung heute vor Ihren Augen aufblitzt:


Vielleicht auf dem Abschlussgottesdienst vom Katholikentag, wenn alle zusammenkommen und eins sind auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

Oder vielleicht bei einer Begegnung mit einem Menschen, der Ihnen lieb ist. Vielleicht auch in der Erinnerung an so einen geliebten Menschen.


Ein Bild für GOTT

in mir

und um mich

und überall:

LIEBE

Einen gesegneten Sonntag!




Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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