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Kirche in WDR 4 | 12.10.2022 | 08:55 Uhr

Unternehmenskultur

„Die Kollegin kriegt gar nichts hin, da mache ich die Arbeit lieber gleich selber!“… Solche Sätze machen mich hellhörig. Denn was mir bei solchen Erzählungen oft fehlt, ist das Interesse an dem Warum. Warum kriegt die Kollegin ihre Arbeit nicht hin? Ist sie womöglich über- oder unterfordert? Fühlt sie sich wohl im Team? Hat sie private Probleme oder geht es ihr gesundheitlich nicht gut?

Als mir letztens ein Freund von seinem Mitarbeiter erzählt, der seinen Job nicht gut macht, ständig fehlt, wenn es darauf ankommt, da habe ich ihm deshalb geraten: „Frag ihn doch mal, was er braucht, um gut arbeiten zu können.“ Der Blick sprach Bände. Die Antwort auch: „Wie bitte? Der hat seinen Job zu machen. Soweit kommts noch, dass ich frage, was der gnädige Herr gerne hätte, damit er tut, wofür er bezahlt wird.“

Keine Frage: Meine Idee hielt er für ziemlich weltfremd. So nach dem Motto: „In welcher Welt lebst Du denn, wenn Du vorschlägst, dass ein Angestellter auch noch Fürsorge bekommt, wenn er nicht funktioniert?“ Und er hat Recht: Das ist genau die Arbeitswelt in der ich gerne leben möchte! Nämlich eine, in der MitarbeiterInnen nicht als Kapital, sondern als Menschen gesehen werden. Und komplett weltfremd ist das zum Glück nicht. Es gibt durchaus Unternehmen, in denen das zur Kultur gehört.

Weil es allen mehr Freude macht, so miteinander zu arbeiten. Und die stärkt die Motivation, das Gefühl mitverantwortlich fürs große Ganze zu sein. Ja, letztlich ist das auch effizienter – für Mensch und Unternehmen.

Und weil ich das wirklich glaube und weil meine Erfahrung als Supervisorin mir zeigt, dass das tatsächlich oft so ist, habe ich nicht locker gelassen und den Freund geraten: „Sag ihm ehrlich, was Dich stört. Was Du erwartest. Und höre genauso ehrlich zu, was er braucht, wie es ihm geht.“

Schweigen. „Zu viel Augenhöhe?“ hake ich nach. Und er nickt. Wieder schweigen. „Könnte aber funktionieren“ kam dann von ihm. Und das glaube ich tatsächlich auch: Ob Dax-Unternehmen, Bäckerei oder Krankenhausstation: Wir legen unsere Grundbedürfnisse nicht an der Tür ab, wenn wir zur Arbeit gehen. Eins davon ist: Als Mensch gesehen werden. Und gehört.

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