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Sonntagskirche | 04.12.2022 | 08:55 Uhr

Licht am Ende des Tunnels

In diesem Jahr möchte ich meine Weihnachtskarten mal etwas anders gestalten, und zwar mit einem selbst fotografierten Motiv, das mich in den letzten Monaten besonders beeindruckt hat. Kennen sie die Kokerei auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen? Seit 1993 ist die stillgelegt und sie ist heute Architektur-Welterbe. Ein Industriedenkmal und die alte Kokerei fasziniert mich einfach sehr durch die Spielarten des Verfalls, die Facetten von Rost und Wildwuchs, durch die schon jahrelang ausgekühlten Kohleöfen.

Ich spüre eine seltsame Traurigkeit und nehme gleichzeitig die so eigenartige Schönheit wahr. Und als ich da vor Ort war, betrete ich das Innere des über 90 Meter hohen Schornsteins der Kokerei und bin völlig gefangen genommen von dem Anblick. Meterhoch nur Dunkelheit, und dann- ganz weit oben ein kleiner Kreis von Licht. Und dieser Lichtpunkt überstrahlte alles. Mir gelingt ein tolles Foto, und genau das wird mein Kartenmotiv. Was das mit Advent und Weihnachten zu tun hat?

Mich fasziniert der Blick in die tiefe Schwärze, und dann den 90 Meter hohen Schornstein hinauf, an dessen Ende das Licht des Himmels strahlt. Und das Licht hat die Kraft, die Finsternis aufzuweichen und mich weiter blicken zu lassen. Ganz wie in Jesaja 9: „Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf“. Wenn das nicht mal adventlich ist, oder? Gerade in dieser Zeit, in der wir uns so sorgen wegen Krieg, Krisen und Ängsten, ist ein strahlendes Hoffnungslicht so wichtig. Ein Licht, das die dunklen Gedanken vertreibt, ein Trost von oben, der uns Mut macht. Der Advent mit seinem wachsenden Licht von Woche zu Woche soll Zuversicht schenken und Begegnungen ermöglichen, die gut tun. Die zweite Kerze am Adventskranz sagt mir heute: „Hey, jetzt sind wir schon mal zu zweit und strahlen wieder etwas mehr, wird schon!“

Und heute ist außerdem der Namenstag der heiligen Barbara, die ist unter anderem bekannt als die Schutzpatronin der Bergleute, die sich am Ende ihrer Schicht unter Tage sicher ganz besonders dem Licht entgegensehnten. Sie sollte mit Sorge tragen, dass alle wieder heil nach Hause kamen, kein Stollen einstürzte und niemals das Schicksal der ewigen Finsternis drohen würde. Selbst schon in jungen Jahren in einem hohen Turm eingesperrt, verlor Barbara ihren Mut nicht und fand Kraft im Glauben. Viele Legenden ranken sich um sie, und sie gilt neben Nikolaus, Lucia, Martin und anderen Heiligen als Lichtbringerin. Licht am Ende des Tunnels, auch in dunklen Zeiten.

Lesen Sie doch die Geschichten dieser beeindruckenden Persönlichkeiten mal nach, und lassen sie sich inspirieren. Ich wünsche ihnen einen schönen 2. Advent mit vielen strahlenden Momenten, Glück auf!



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