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Sonntagskirche | 06.11.2022 | 08:55 Uhr

Vielfalt feiern

Guten Morgen.

Es ist ein heißer Samstag im August. Das Gras im Kölner Rheinpark ist gelb und trocken. Darauf ausgebreitet liegt Picknickdecke neben Picknickdecke, dazwischen Strandmuscheln und Sonnenschirme. Bunt sieht es aus und es wuselt fröhlich auf der großen Wiese. Mehr als 3.000 Menschen sind gekommen, um ein buntes Fest zu feiern, das größte evangelische Tauf-Fest, das es in Köln je gegeben hat. 196 Kinder und Jugendliche werden an diesem Tag getauft. Auf den Picknickdecken auf der Wiese neben dem Rhein. Von 40 Pfarrer*innen und Prädikant*innen aus vielen Gemeinden in Köln und Region. Ein besonderes Fest. Eigentlich wie ein Festival. Viel Musik gibt es von der Bühne. Die Liedermacherin Suli Puschban singt mit den Kindern ihren Hit „Ich hab die Schnauze voll von Rosa“ und Bands wie „Mama Afrika“ spielen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene tanzen, hüpfen, singen, teilen ihr Picknick miteinander und ruhen sich im Schatten der Bäume aus. Sie schwitzen in der Sonne. „Vielfalt feiern“ – ist das Motto des Festes. Ganz unterschiedliche Menschen sind hier zusammen.

Dann beginnt der Gottesdienst. Wir hören eine Geschichte aus der Bibel: Jesus hat sich mit seinen Freunden und Freundinnen zurückgezogen. Viele Menschen folgen ihnen. Sie wollen hören, was Jesus zu sagen hat. Und sie suchen die Gemeinschaft, wollen Teil davon sein. Mehrere Tausend sind zusammen, in der prallen Sonne und unter den Bäumen. Als es Abend wird, stellt sich die Frage: Wie sollen wir alle mit Essen versorgen? Und Jesus sagt: Die Menschen sollen sich setzen. Auf das Gras, in kleinen und großen Gruppen. Gemeinsam. Und das teilen, was da ist: fünf Brote und zwei Fische. Und das tun sie. Irgendwie werden alle satt. Es bleibt sogar etwas übrig.

An diesem Samstag im August, im Kölner Rheinpark beim Tauf-Fest merken wir auch: Es ist gut, wenn wir zusammen sind. Wenn wir alle das einbringen, was wir haben. Nicht nur den Couscous und die Melone vom Picknick. Die auch. Aber vor allem auch die verschiedenen Erfahrungen und Lebensentscheidungen, die diversen Vorstellungen und Träume – für die Kirche, für die Gesellschaft, für Klimagerechtigkeit und für unser Zusammenleben in Zukunft. Wenn das zusammenkommt und wir das teilen, dann entsteht etwas Neues, etwas Gutes und Besonderes.


Und das ganz besondere Gemeinsame an diesem Tag, das sind natürlich die Taufen:

Das Wasser für die Taufe schöpfen wir aus dem Rhein. Eine Karaffe wird für jeden Täufling geholt - in einer bunten Prozession, begleitet vom Kölner Kunstorchester Kwaggawerk. Von der Bühne aus hören alle einen Zuspruch für die Täuflinge: „Gott spricht euch allen, die ihr gleich getauft werdet, zu:


JA – Ich nehme Dich an. Ich meine wirklich Dich: diesen kleinen oder größeren Menschen vor mir. Dich mit Haut und Haaren, mit Deinem fröhlichen Charme und auch mit Deinen Macken. Ich nehme dich an - mit Deinen Stärken, mit Deinen Schwächen, mit Deinem Lachen, mit Deinen Tränen – Du bist gut, so wie Du bist.“


Und dann wird getauft. Auf Picknickdecken und unter bunten Sonnenschirmen. Mit Gänsehaut trotz der Hitze. Mit Lachen. Mit Tränen von Freude und Rührung. An diesem heißen Samstag im August. Auf der Wiese am Rhein.


Ich wünsche Ihnen einen bunten Novembersonntag.




Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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