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Sonntagskirche | 26.02.2023 | 08:55 Uhr

Viel Glück und viel Segen!

Guten Morgen.


Vor kurzem hatte ich Geburtstag. Auch an einem Sonntag. Und was haben mir meine Kinder und meine Enkel fröhlich zusammen gesungen? Na klar: „Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen“. Und ich dachte spontan: Viel Glück und viel Segen? Wo genau ist denn da eigentlich der Unterschied? Also zwischen Glück und Segen? Ja – mehr noch: Was ist denn Segen überhaupt? Nun ja, beim Segen wird doch Gott irgendwie seine Hand mit im Spiel haben. Aber beim Glück ja vielleicht doch auch? Oder etwa nicht? Und wenn ich weiter darüber nachdenke, fällt mir auf, wie oft ich in meinem Alltag Segensformeln höre. Sogar eine ganze Menge davon! Selbst von Menschen, die mit Gott und dem Glauben gar nicht viel anfangen können. Sie benutzen ständig Formulierungen wie „Alles Gute“, „Viel Erfolg“, „Hals- und Beinbruch“, „Toi toi toi“. Oder eben ganz schlicht: „Viel Glück“. Und ein Star-Wars-Fan ruft mir sogar zu: „Möge die Macht mit dir sein!“ Ja – und sogar das Wort bei uns im Norden „Tschüss“ und das „Ade“ oder „Servus“ im Süden bedeuten ursprünglich so viel wie. „Sei Gott anbefohlen“. Das „Ade“ leitet sich ab aus der lateinischen Grußformel „Ad Deus“: „Geh mit Gott“. Offenbar war bei unseren Vorfahren der Wunsch allgegenwärtig: Möge Gott mit dir sein! Er beschütze dich! Tatsächlich war es früher ganz üblich, einen Segenswunsch für das Gegenüber mit in den Abschied hineinzupacken. Und vielleicht ahnen wir heute ebenso: Bei allem, was wir tun, gibt es etwas, das wir nicht selbst in der Hand haben. Und dass es gut ist, dass ich mir dieses Unverfügbare bewusst mache. Ich baue sogar fest darauf, dass da irgendwas – ja wer eigentlich: das Schicksal, der Herrgott, das Glück oder das Universum? – für mich und nicht gegen mich sein möge. Es ist mein Wunsch und mein Bedürfnis, von einer göttlichen Macht bewahrt zu werden. So ist im alltäglichen „Tschüss“ für mich jedes Mal ein Rest der ursprünglichen Bitte um Bewahrung noch enthalten. „Sei Gott anbefohlen“. Genauso geht es mir bei meinem Tischgebet vor dem Essen. Während es mir wichtig ist zu beten: „Gott segne diese Mahlzeit“, verkürzen es gute Freunde von mir auf: „Gesegnete Mahlzeit“. Und bei anderen bleibt dann nur noch das Rudiment: „Mahlzeit“ übrig. Ob uns die Ausklammerung Gottes erst wieder bewusst wird, wenn gar kein Essen mehr auf dem Tisch steht? Eigentlich Schade! Jedenfalls lässt sich über den Segen eines ganz sicher sagen: Ich kann ihn weder machen, noch mir selbst zusprechen. Der Segen kann mir nur geschenkt werden. Der Segen ist und bleibt eine besondere Zusage. Sozusagen eine Verheißung, ein Versprechen für die Zukunft. Und weil ich mir das auch heute gerne zusagen lassen möchte, freue ich mich schon auf den Gottesdienst nachher und den Segen darin. In diesem Sinne: Glück und Segen, Tschüss – Gott behüte Sie!



Redaktion:
Landespfarrerin Petra Schulze

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