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Kirche in WDR 4 | 13.02.2023 | 08:55 Uhr

Sing mich noh Hus!

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist, ist das Wochenende auch schon wieder vorbei. Tja. Und vielleicht waren Sie in den letzten Tagen schon jeck unterwegs. Denn in dieser Woche beginnt ja die heiße Zeit im Karneval. Der Straßenkarneval! Also Perücke auf! Gesicht geschminkt! Und raus aus dem Haus und rein in die Kneipe. Unterhaken! Schunkeln! Singen!

Zum Beispiel dieses Lied: „Sing mich noh Hus!“ von der Kölner Band Kasalla. In diesem Jahr einer der stilleren und wunderbaren Songs. Basti Campmann singt von einem Gefühl, das wenigstens mir vertraut ist: Dem Gefühl nämlich, allein zu sein. Obwohl da viele Menschen sind und eigentlich vertraute Orte sind da plötzlich Traurigkeit und Fremdheit. Du kannst dich mitten in deinem Zuhause niedergeschlagen und heimatlos fühlen. Vielleicht, weil ein düsterer Gedanke dir die Zuversicht nimmt. Weil sich zu viel Frustrierendes im Kopf breit macht. Weil gerade alles zu viel ist. Und in diese Dunkelheit der Gedanken singt Basti Campmann von seiner Sehnsucht: dass ein Lied ihn aus diesem Loch herausholt: „Komm und sing mich noh Hus! Maach et wärm in dä Bruss! Bitte nimm mir die Angs un dä Fruss! Sing mich noh Hus! Sing mich noh Hus!“ Ein Lied wie ein Gebet, wie ein moderner Psalm. Der von der Sehnsucht singt, dass sich bitte, bitte das Dunkle ins Helle verwandelt. Ein österlicher Gedanke. Und die Verwandlung – die beginnt mit einem Lied. Und es stimmt ja: Der Karneval ist das Fest der Verwandlung: Du kannst dich verkleiden und endlich einer sein, der du immer schon sein wolltest! Alles ist bunt: die Perücken, die Schminke, die Kostüme – und das Grau und der Nebel des Winters sind nicht mehr so grau. Und die Unterschiede zwischen den Menschen sind nicht mehr so unterschiedlich. Und die Einsamkeit macht nicht mehr so einsam – spätestens wenn dich einer unterhakt und singt: „Komm un sing mich noh Hus! Sach mir, dat et all joot weed al Schluss!“ Sag mir, am Ende wird alles gut! Schon wieder ein Ostergedanke. Der bunte Karneval ist auch eine Art Vorgeschmack auf den bunten Himmel. „Gott wird alle Tränen trocknen. Der Tod wird nicht mehr sein.“

Und deswegen feiern wir in der Kölner Agneskirche heute, am 13. Februar um 18:11 Uhr zum dritten Mal unseren Fastelovendgottesdienst. Unter dem Motto, na klar: „Sing mich noh Hus!“ Und auch Kasalla wird da sein und dieses wunderbare Lied singen. Und eine echte Legende des Karnevals wird predigen: Ludwig Sebus – mit 97 Jahren! Stephan Knittler und Stephan Brings sind auch dabei. Wer nicht kommen kann, kann den Gottesdienst ja im Internet mitfeiern. Alle Infos unter www.agnesalaaf.de. Und dann unterhaken und mitsingen: Heute Abend um 18:11 Uhr. Man kann sogar seine Gebete und Fürbitten in die Agneskirche schicken. Wie das geht – das erklären wir dann.

„Sing mich noh Hus!“ Sing mich nach Hause! Wie schön ist das, wenn der Himmel ein Stückchen aufgeht! Wie schön wäre das? Nicht nur an diesem Montagmorgen.



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