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Sonntagskirche | 12.03.2023 | 08:55 Uhr

Papst Gregor I.

Wann ist jemand ein guter Chef? Ich denke, wenn er zuhört, unterstützt und seine leitende Rolle nutzt, um Menschen und Aufgaben voranzubringen. Nicht wie ein ewiger Besserwisser, sondern wie einer, der Vertrauen hat in die eigene Mannschaft. Ich kann mir vorstellen, dass Papst Gregor der Erste so jemand war. Heute ist sein Gedenktag. Denn an einem 12. März vor mehr als 1.400 Jahren wurde er beigesetzt.

Papst Gregor der Große nennt sich bescheiden „Diener der Diener Gottes“. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, für Christinnen und Christen da zu sein. Sich um die Armen zu kümmern, liegt ihm besonders am Herzen. So sorgt er dafür, dass die Menschen in Rom genug zu essen haben. Weil die Versorgungslage dort schlecht ist, verteilt er um. Die kirchlichen Ländereien in Süditalien erwirtschaften reichlich Getreide und andere Lebensmittel. Einen Teil davon lässt er regelmäßig nach Rom bringen, um arme Leute zu versorgen. Denn gegen einen knurrenden Magen hilft die beste Predigt nicht.

Das ist die eine Seite von Papst Gregor dem Ersten. Seine Schattenseite ist die: Andersgläubigen gegenüber ist er gar nicht rücksichtsvoll – im Gegenteil. Sogenannte Heiden will er mit Gewalt dazu bringen, Christen zu werden. Ein dunkles Kapitel seiner Amtszeit.

Das Beste, was er uns aber hinterlassen hat, ist seine Haltung, dass der Papst „Diener der Diener Gottes“ sein soll. „Diener Gottes“ sind für mich nicht nur die Männer der Amtskirche, sondern alle Menschen, die auf Gott hoffen und ihre Nächsten lieben.

Der Job als Papst ist besonders. Und weil er viel Verantwortung bedeutet, viel Ansehen und Ehre, finde ich es richtig, dass zum Selbstverständnis auch gehört, dass sich der Papst erdet. Das Amt ist kein Selbstzweck. Ja, der Bischof von Rom ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und Chef aller Bischöfe. Aber als Stellvertreter Christi auf Erden und als Hirte der Kirche ist es trotzdem die Liebe zu den Menschen, die ihn auszeichnet. Papst Gregor hat in der Spätantike als erster erkannt: Ein „Diener der Diener Gottes“ hat mehr Strahlkraft als Prunk und Pomp. So wie sich ein guter Chef auch für den Sicherheitsmann interessiert oder die Putzfrau. Bestimmt kennen Sie auch solche Menschen, die zugewandt sind und sich damit Respekt verdienen. Es muss nicht gleich der Papst sein.


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