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Kirche in WDR 4 | 13.04.2023 | 08:55 Uhr

Erlösung

Vor ein paar Tagen haben wir Christen Karfreitag und Ostern gefeiert.

Wir erinnern uns an diesen Tagen an die Hinrichtung und an die Auferweckung von Jesus Christus. Und in diesem Zusammenhang spielt das Thema „Erlösung“ eine besondere Rolle.

Und ich sag es mal direkt vorweg:

Mit der gängigen christlichen Vorstellung von Erlösung komme ich überhaupt nicht klar. Überhaupt nicht.

Die besagt nämlich folgendes: Jesus wurde unfassbar brutal gequält und schließlich am Kreuz hingerichtet. Und genau damit hat er stellvertretend für uns Menschen für unsere Sünden bei Gott Sühne geleistet. Denn diese Sühne war – so sagt es dieses Verständnis von Erlösung – notwendig, weil Gott nämlich extrem sauer auf die Menschheit war, weil sie sich nicht an seine Regeln gehalten hat. Und deswegen hat Jesus unsere Schuld auf sich genommen. Mit der Gewalt, die er erlitten hat, soll Jesus den gerechten Zorn Gottes besänftigt haben, eine Art Wiedergutmachung bei Gott.

Und – wie gesagt – mit diesem Verständnis von Erlösung komme ich nicht klar. Weil das passt nicht in das Gottesbild, für das meines Erachtens Jesus selbst steht. Mittlerweile sehen das viele Theologen genauso. Es erscheinen Bücher wie: „Abschied vom Opfertod – das Christentum neu denken“.


Ein Zitat von dem Franziskanerpater Richard Rohr bringt mein Verständnis von Erlösung auf den Punkt:


„Jesus ist nicht gekommen, um Gott im Hinblick auf die Menschen umzustimmen,

er ist gekommen, um die Menschen im Hinblick auf Gott umzustimmen.“


Will heißen: Es geht nicht darum, dass Gott irgendwie umgestimmt werden müsste, um uns Menschen wieder lieben zu können. Und was wäre das überhaupt für ein Gott, der Genugtuung empfinden könnte, weil ein Mensch – also Jesus – mit unfassbar brutaler Gewalt gequält wird?! Also bitte!


Jesus ist gekommen, um uns im Hinblick auf unsere Vorstellung von Gott umzustimmen. Er wollte, dass wir Menschen verstehen, dass Gott keine blutrünstigen Opfer braucht, sondern gar nicht anders kann, als uns zu lieben, wie wir sind. Denn, wenn wir das raffen, wenn wir es schaffen, wirklich glauben zu können, dass jeder Mensch ein unendlich geliebtes Wesen ist, dann bleibt eigentlich für das, was wir Sünde nennen, keine Notwendigkeit und kein Spielraum mehr.

Wenn wir wirklich verstehen würden, dass wir alle unendlich wertvolle und liebenswürdige Menschen sind, dass Gott uns alle liebt, wie wir sind, dann könnten wir uns auch eigentlich entsprechend liebevoll verhalten.


So möchte meines Erachtens Erlösung von der Sünde passieren, und zwar nicht nur irgendwann vor 2000 Jahren, sondern die ganze Zeit möchte diese Vorstellung in unseren Köpfen und Herzen ankommen.



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