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Kirche in WDR 4 | 15.04.2023 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

„Und gehst du auch zur Schule? Du hast deine Mathe- und Physikbücher gar nicht mitgenommen. - In der Schule war ich ehrlich gesagt nicht so oft. Aber da bin ich nicht die Einzige. Einige Lehrer kommen gar nicht mehr. Mutti, vielleicht mach ich gar kein Abitur. - Ich weiß doch auch nicht, wie es weitergehen soll.“


Umbruch. Ratlosigkeit. Neuanfang. Das ist das Klima im Sommer 1990 in einem Dorf in Thüringen, in dem die 19-jährige Maria lebt. Mit wenig Motivation, ihren Schulabschluss zu machen. Sie wohnt auf dem Hof der Familie ihres Freundes Johannes und vergräbt sich lieber in Büchern. Hinter denen brodelt es aber mehr und mehr in ihr. Von dieser jungen Frau erzählt die Regisseurin Emily Atef in ihrem Film „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ nach dem Roman von Daniela Krien, mit der sie gemeinsam das Drehbuch geschrieben hat. Er läuft seit dieser Woche im Kino. Mit der scheinbaren Ruhe hat es bald ein Ende. Denn Maria verliebt sich in Henner, den etwas kratzbürstigen Bauern aus dem Nachbardorf, mit 40 Jahren deutlich älter als sie. Ihre Vorliebe für Bücher liest der auch ihren Liebesbriefen an.


„Einmal kann er sie noch haben, soso. Einmal kann er sie noch haben. Hochmütig ist er, gewährt ihm die Gnade eines letzten Besuchs. Worauf warten Sie, ziehen Sie sich aus!“


Zwischen Maria und Henner entspinnt sich eine Affäre mit großer Leidenschaft, die aber auch von vielen Hindernissen begleitet wird. Da ist nicht zuletzt ihr Freund, den sie betrügt – und die verschiedenen Welten, aus denen sie und Henner kommen.


„Henner? - Wir müssen damit aufhören. Komm nicht mehr zu mir. - Was? Warum? - Du bist 19, Maria. Ich bin 40. - Was redest du denn da? Mach doch nicht alles kaputt! Henner, ich liebe dich.“


Es gibt Momente, da sind sie ganz deutlich spürbar: Die Abbruchkanten des Lebens. Momente, wo sich der Weg teilt und wir entscheiden müssen. Folgen wir dem sicheren Pfad? Oder dem anderen – wie immer er aussieht? Viele Menschen schrecken vor diesen Entscheidungen zurück. Doch wer seine Entscheidung nicht selbst fällt, für den wird sie getroffen – und das oft nicht im eigenen Sinne. Die Menschen in der ehemaligen DDR haben es in der Zeit um die Wiedervereinigung deutlich gemerkt: Der Umbruch kann Chance wie Gefahr zugleich sein. Wer sich getraut hat, konnte gewinnen oder scheitern. Wer geblieben ist, wo und wie er war, konnte eine riesige Chance oder eine gewaltige Gefahr so an sich vorbeiziehen lassen. Und in nicht wenigen Fällen wählt man wie im Fall von Maria nicht nur einen Weg für sich. Sondern auch immer einen, der Menschen in das eigene Leben einbezieht oder sie daraus ausschließt. Das bedeutet nicht nur ein inneres Wagnis, sondern auch eine Verantwortung für den anderen. Man kann nur hoffen, dass man im entscheidenden Augenblick die richtigen Entscheidungen trifft.

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