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Kirche in WDR 4 | 13.07.2023 | 08:55 Uhr

Scheitern und Auf(er)stehen

Guten Morgen,


ich möchte heute von Lea erzählen. Sie ist Physikstudentin im 2. Semester an der Universität in Köln. Von ihren Gedanken über das Leben und ihren Glauben erzählt sie in den Gottesdiensten der Studierendengemeinde. Heute geht es ums Scheitern:


Sprecher*in (Lea): Dieser Tunnelblick, mit dem ich durchs Leben stapfe, wenn ich das Gefühl habe gescheitert zu sein. Zum Beispiel die Klausur, die schlechter lief, als gedacht. Und ich weiß: Die Lösung könnte vor mir stehen, winken, hüpfen und trotzdem würde ich sie einfach nicht erkennen.


Autorin: Und es erinnert Lea an die biblische Geschichte von den Jüngerinnen und Jüngern Jesu auf dem Weg in das Dorf Emmaus. Die sind nach dem Tod ihres Freundes Jesus bedrückt, hoffnungslos und traurig. Vieles geht ihnen durch den Kopf.

Ist Jesus am Kreuz gescheitert? Wie geht es jetzt weiter?

Auf ihrem gemeinsamen Weg gesellt sich plötzlich jemand zu ihnen, begleitet Sie, hört ihnen zu. Und es ist Jesus, den sie gerade sehr vermissen.

Aber sie erkennen ihn nicht. Dazu Lea:


Sprecher*in (Lea): Ich finde die Symbolik des Weges hier besonders schön. In der Bewegung liegt die wahre Stärke der Jünger für mich, denn trotz ihrer Trauer gehen sie weiter, versinken nicht in einem Loch oder geben auf, sondern machen sich auf den Weg. Sie zweifeln und sind betrübt, aber sie sind in Bewegung.


Autorin: Und dann wird Lea ganz persönlich:


Sprecher*in Lea: Kurz vor meinem Abitur hatte ich auch eine Phase, die gefüllt war mit Selbstzweifel, Angst und Unsicherheit. Und da bin ich an einem Laden vorbeigekommen mit einem Kartenständer. Eine Karte sprang mir sofort ins Auge: `Und manchmal bringen dich die falschen Wege an die richtigen Orte`. Manchmal ist es vielleicht gut, dass man von seinem gewohnten Weg abkommt, dass mal nicht alles so läuft wie geplant, denn dadurch können wir lernen, wachsen und Erfahrung sammeln.


Autorin: Erfahrungen, die haben auch die Jünger auf dem Weg nach Emmaus ganz neu gemacht. Obwohl Jesus sie an Worte aus der Bibel erinnert, die ihnen vertraut sind, obwohl er sie begleitet und mit ihnen spricht, bleiben ihre Augen in all’ ihrer Trauer verschlossen.


Sprecher*in (Lea): Manchmal braucht man jemanden, der einem die Augen wieder öffnet; die einem eine andere Sicht auf die Situation gibt.

Jemand, der einen einfach nochmal an das erinnert, was wir eigentlich schon wissen, wofür wir einfach den Blick verloren haben.

Jesus hat den Jüngern Mut zugesprochen, sie an das erinnert, was sie eigentlich vorher schon wussten, was hinter dem Schleier des vermeintlichen Scheiterns jedoch verborgen geblieben ist. Er begleitet die Emmausjünger in ihr Haus. Sie essen zusammen und erst als Jesus das Brot bricht, wie er es immer getan hat, erkennen sie ihn.

Nein, Jesus ist nicht am Kreuz gescheitert!


Autorin: Ist sich Lea sicher. Jesus ist da und bleibt! Jesus bricht das Brot und die Emmausjünger erkennen ihn und plötzlich sind ihre Augen wieder geöffnet.


Sprecher*in (Lea): Ich wünsche jedem von uns jemanden, die einem die Augen öffnen kann, wenn man sich vor lauter Selbstzweifel selbst nicht mehr sehen kann. Wenn der Blick fürs Positive verloren geht und man das Scheitern über sich selbst stellt.


Autorin: Und so kehren die Jüngerinnen und Jünger zurück nach Jerusalem, wo die anderen mit der gleichen Erkenntnis, jedoch mit völlig unterschiedlichen Erkenntniswegen, auf sie warten.

Denn manchmal bringt einen der scheinbar falsche Weg, an die richtigen Orte.


Einen guten Tag wünscht Ihnen, Pfarrerin Christiane Neufang aus Köln.


Quellen:

Alle Zitate aus:
Angedacht 10. Mai, ESG Köln

„Vom Scheitern und Wieder-Auferstehung“ (Lea Kröll, Studentin der Physik)



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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