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Sonntagskirche | 30.07.2023 | 08:55 Uhr

Freunde für immer

Puuh….Gestern Abend war es mal wieder so weit: Zwischen meinem 2-Jährigen Sohn und mir sind die Fetzen geflogen. Er wollte partout nicht ins Bett, hat lautstark protestiert, es gab viele Tränen und Geschrei - für uns beide sehr nervenaufreibend. Am Ende haben sich unsere Gemüter zum Glück wieder beruhigt und wir konnten uns versöhnlich in den Arm nehmen. Da hat mich mein Sohn gefragt: “Mama, sind wir wieder Freunde?”

Ich gestehe, seine Frage hat mich erschrocken - und gleichzeitig beschämt. Nimmt der Kleine etwa an, dass unsere “Freundschaft” nur besteht, wenn wir uns vertragen? Friede, Freude und Eierkuchen und so?


Heute ist „Tag der Freundschaft“. Und weil mein Sohnemann mich das kürzlich gefragt hat, frage ich mich gerade, wie es denn allgemein so bestellt ist mit meiner Definition von Freundschaft und wie mich das letztendlich meine Beziehungen zu anderen führen lässt.

Nun, da gibt es enge Vertraute und entfernte Bekannte und verschiedene Abstufungen dazwischen. Mit den einen kann ich tiefsinnige Gespräche führen, Geheimnisse teilen und auch, wenn längere Zeit kein Austausch stattfindet, so finden wir doch stets schnell in diese Vertrautheit zurück. Auf der anderen Seite sind da die Bekannten: man sieht sich hin und wieder, die Gesprächsthemen bleiben häufig an der Oberfläche und wenn man sich aus den Augen verliert - auch nicht schlimm.


Aber muss in einer Freundschaft immer eitel Sonnenschein sein? Definitiv nicht. Sobald ich mich auf einen Menschen einlasse, komme ich gar nicht drumherum auch Unterschiede zwischen uns zu sehen. Und die können eben auch mal zu Diskussionen oder Streit führen. Besonders die Auseinandersetzungen mit meinen engsten Freunden machen mir dabei besonders zu schaffen - ja, natürlich ist es viel schöner miteinander zu lachen. Aber zu wissen und zu erfahren, dass man gemeinsam auch durch stürmische Zeiten gehen kann und danach immer wieder zueinander findet - erst das festigt doch eine Freundschaft und stärkt das gegenseitige Vertrauen. Egal, was kommt oder zwischen uns steht: Wir verlieren uns nicht. Das ist halt keine “Schön-Wetter-Freundschaft”.


Auch Jesus wird manchmal als unser Freund bezeichnet, wobei die Definition dieser Freundschaft unterschiedlich dargestellt wird. Im Johannesevangelium ist sie beispielsweise an die Bedingung geknüpft, dass wir Jesu Gebote befolgen. Wohingegen das Lukasevangelium betont, dass Jesus als Freund der Zöllner und Sünder eben keine Bedingungen an uns stellt. Wir brauchen seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen um von ihm geliebt zu werden. Seine Liebe ist bedingungslos. Das nimmt uns Druck und schenkt Sicherheit.


Auf die Frage meines Sohnes “Mama, sind wir wieder Freunde?” hatte ich daher auch nur eine Antwort parat: “Mein Schatz, wir sind IMMER Freunde.”

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