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Kirche in WDR 4 | 23.11.2023 | 08:55 Uhr

Gefallsucht

Ich war neulich an einem Hochzeitsgeschenk beteiligt: Eine aus Holz geschnitzte kleine Figur und neben ihr liegt eine goldene Krone. Ein Diakon hat diesen König angefertigt und mit diesen Figuren – er macht da ganz viele von – möchte er das Bewusstsein für unsere Würde schärfen.
Je mehr ich über das Thema „Würde“ nachdenke, desto mehr komme ich zu der Einsicht:
Wir sind – wie von einer Droge abhängig. Und ich meine damit folgendes:
Wir wollen alle, dass wir sowas wie Würde spüren. Wir wollen, dass man respektvoll und wertschätzend mit uns umgeht und – ja – wir wollen ein gutes und stabiles Selbstwertgefühl haben. Nur bei dem Versuch, eben genau das hinzukriegen, gehen wir oft einer Droge auf den Leim. Und zwar dann, wenn wir versuchen, das Thema über Anerkennung oder über die eigene Leistung zu lösen.
Klar ist es schön, wenn ich für etwas, was ich gemacht habe, Lob und Anerkennung erhalte, aber!: Wenn ich für etwas gelobt werde, was ich gemacht habe, dann werde ich eben für mein Verhalten gelobt. Unsere Sehnsucht liegt aber ganz woanders: Im Grunde wollen wir doch den Wert und die Würde unseres Daseins, unseres Seins spüren und genau das ist doch etwas anderes als das, was wir machen!
Ich bin ja nicht das, was ich tue.
Ich kenne eine Frau, die als Jugendliche lange versucht hat, ihr Selbstwertgefühl an ihren Noten festzumachen, die sie in der Schule bekommen hat. Sie hat mir mal gesagt: „Selbst wenn ich morgens in der Schule ´ne 1 bekommen habe, fühlte es sich abends doch so an, als hätte es diese Note nie gegeben.“
Wie eine Droge putscht diese Strategie für eine kurzen Moment auf, aber wirklich satt macht sie nicht. Und je mehr man davon nimmt, desto mehr braucht man.

Und wie – um Himmels Willen – sieht jetzt hier eine Lösung aus?
Ich glaube: Das, was wir suchen, haben wir bereits. Nur spüren können wir es vermutlich nicht immer. Weil wir eben viel zu viele gegenteilige Erfahrungen gemacht haben, also solche Erfahrungen, die uns eben an unserem Wert und unserer Würde eher zweifeln lassen.
Das, was wir suchen, haben wir bereits, weil wir schlicht und ergreifend einfach Menschen sind. Und unser Sein ist schon lange geadelt. Ich glaube von der Liebe, die als Geheimnis hinter allem steht und die mich trifft, wie ich bin: von Gott selbst.


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