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Kirche in WDR 4 | 23.12.2023 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Hirayama, Mitte 60, putzt Toiletten in Tokio. Das sind keine verwechselbaren Container wie in Deutschland, sondern jedes Klohäuschen wurde von einem Architekten geplant und ist einzigartig. Tokios Toiletten bilden kleine ruhigen Oasen in der trubeligen Metropole – und Hirayama sorgt dafür, dass sie sauber bleiben. Sein einfaches Leben hat eine klare Struktur. Von ihr erzählt der Film „Perfect Days“ von Wim Wenders auf ein Drehbuch, das er gemeinsam mit Takuma Takasaki geschrieben hat. Der Film läuft seit dieser Woche im Kino. Er erzählt von Alltäglichkeiten wie zufälligen Begegnungen seines jungen Kollegen Takashi.

„Ich raffs nicht! Du hier, live und in Farbe, Aya, das ist 'ne mega Überraschung, zehn auf einer Skala von zehn. Warte kurz, ist bin gleich fertig, das ist mein letztes Klo.“
Aber auch von einer Fahrradtour, die Hirayama mit seiner Nichte macht. Beide halten auf einer Brücke über den Fluss Sumida.

„Fließt der am Ende ins Meer? - Ja, ins Meer. - Wollen wir hin? - Nächstes Mal. - Wann nächstes Mal? - Nächstes Mal ist nächstes Mal - das nächste Mal ist wann? - Nächstes Mal ist nächstes Mal und jetzt ist jetzt.“

Diese kleinen Miniaturen machen die Atmosphäre des Films aus. Denn besonders gesprächig ist Hirayama nicht. Wenn er morgens zur Arbeit fährt, putzt, kurz etwas isst und dann den Heimweg antritt, dann sieht man viel von Tokio, einer Stadt voller keiner Geschichten. Aber gesprochen wird dabei kaum. Das passt zu dem Toilettenreiniger, der sich ganz auf die kleinen Freuden seines Alltags konzentriert. Denn zwei Dinge dürfen bei ihm nie fehlen: Eine altmodische Kamera, mit der er Fotos von Bäumen macht und eine der vielen Kassetten, mit denen er in seiner Freizeit Musik hört.

[Musik]


Was macht eigentlich einen perfekten Tag aus? So klischeehaft es klingen mag, aber für nicht wenige Menschen gehören ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt im Büro dazu, oder eine rauschende Party mit Freunden oder eine bestandene Prüfung. Hirayama ist der extreme Kontrast dazu: Er zelebriert das Kleine, Demütige, Alltägliche. Er erreicht den ganzen Tag nichts Besonderes, arbeitet auf keinen Abschluss hin, sondern macht den Tag selbst zu einem Ereignis, genießt ihn mit allen seinen Sinnen. Im letzten Drittel des Films wird auch klar, wie und warum er auf dieses einfache Leben gekommen ist, dazu aber hier nicht mehr.

„Perfect Days“ spornt an, im Moment zu leben, ihn zu genießen und „perfekt“ zu machen, anstatt immer gleich auf die großen Meilensteine des Lebens zu schauen. Gerade in der Weihnachtszeit voller Konsum und Verbrauch ist dieser Impuls erfrischend: einfach nur mit den kleinen schönen Dingen des Alltags glücklich sein
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