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Sonntagskirche | 11.02.2024 | 08:55 Uhr

Fastelovend zesamme – was für ein Perspektivwechsel

Guten Morgen.

Während Sie unsere kleine Sendung hören, sind viele Menschen in unserem Sendegebiet schon (oder vielleicht immer noch) auf den Beinen: Seit Donnerstag herrscht für die Karnevals-Freunde ja Ausnahmezustand. „Fastelovend zesamme!“ heißt das im Rheinland.

Millionen Menschen lassen sich von diesem fröhlichen Treiben anstecken – und es gibt kaum einen Lebensbereich, der vom karnevalistischen Treiben ausgenommen wird. Ich selbst begleite in diesem Jahr Seine Tollität Frank II. und Ihre Lieblichkeit Sabine, das Prinzenpaar meiner Heimatstadt Nettetal am linken Niederrhein. Und gleich um viertel nach Elf geht es mit ihnen und vielen Karnevalistinnen und Karnevalisten auch in die Lobbericher Sebastianuskirche zur „Messe der Freude“. Die steht zwar standardmäßig auf dem Programm, ist den beiden aber ein echtes Anliegen. Das Stichwort des Nettetaler Stadtprinzenpaares ist in diesem Jahr „Perspektivwechsel“. Und das passt doch zum Karneval: Nicht nur, weil der Blick vom trüben Winterwetter geht zum „Sonnenschein im Herzen“, sondern auch, weil jeder Kostümwechsel ja auch mal die Blickrichtung ändert.

Karneval – der jahreszeitliche Perspektivwechsel aus dem grauen Winter-Einerlei in die Hoffnung auf die ersten wärmenden Frühlings-Sonnenstrahlen an länger und heller werdenden Tagen. Das weckt die Lebensgeister. Und die vielen bunten Kostüme und Dekorationen, die grandiosen Karnevalszüge mit den farbenfrohen Wagen und vielen Denkanstößen – auch die bieten Perspektivwechsel und wecken wieder die Lebensgeister. Das ist mitunter heilsam.

Ich bin ja der Meinung, der Karneval kann besonders heilsam sein für Menschen, deren Perspektive sonst eher grau ist. Gerade bei denen, deren Lebensgeister besonders viel „Kurbelhilfe“ brauchen, kann das frohe Gemüt des Karnevals ein Lichtblick sein. Ich denke an diejenigen, die in letzter Zeit vielleicht zu kurz gekommen sind.

In einem Bläck Fööss-Klassiker ist das wunderbar beschrieben: „Drink doch ene möt, stell dich nit esu an, Du steihs hee die janze Zigg eröm. Häste auch kein Jeld, dat is janz egal. Drink doch mit und kümmer dich nicht dröm“. Leute vom Rand in die Mitte holen – das kann der Karneval. Das ist Perspektivwechsel.

Dass das auch ganz konkret werden kann, zeigt das Herzensprojekt der Tollitäten hier in Lobberich. Frank II. und Ihre Lieblichkeit Sabine verzichten nämlich auf jegliche Geschenke in der Karnevalssession. Stattdessen haben sie eine Chartiy-Initiative gestartet und unterstützen die „Via Nobis-Jugendhilfe“ Schloss Dilborn. Die bietet unter anderem in Wohngruppen benachteiligten Jugendlichen neue Perspektiven.

Ich wünsche Ihnen einen bunten, fröhlichen Karnevalssonntag – und Gottes Segen für die weiteren närrischen Tage. Und ich fahre jetzt nach Lobberich zur „Messe der Freude“ mit Frank II. und Sabine und vielen weiteren Karnevalistinnen und Karnevalisten. Vielleicht
feiern Sie ja auch heute oder morgen einen solchen Gottesdienst in Ihrer Nähe mit und wagen den Perspektivwechsel. In jedem Fall: Feiern Sie das Leben! Glauben Sie mir: das weckt Lebensgeister!


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