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Sonntagskirche | 18.02.2024 | 08:55 Uhr

Der Weg durch die Wüste – Sieben Wochen ohne

Guten Morgen.

Diese Woche ist ja irgendwie schon schon brutal – zumindest für Christinnen und Christen, die da voll mitgehen. Bis Dienstagabend noch: überschäumende Fröhlichkeit im Karneval. Dann Aschermittwoch – heute schon Ruhe, nichts mehr mit Fröhlichkeit und Feiern – der erste Fastensonntag. Ganz ohne bunte Deko, feiernde Mengen und laute Musik. Einfach nur Stille.

So manch ein Karnevalist und manche Jeckin hat sich vielleicht genau danach gesehnt – nach Tempo 200 auf der Fröhlichkeits-Überholspur nun runterfahren, langsam langsamer werden. Das tut bisweilen auch einmal gut. Die Fastenzeit, wie die Wochen bis Ostern heißen, ist die Einladung, nach dem ausschweifenden Feiern eine Auszeit zu nehmen. Sieben Wochen einfach mal anders leben. Und das kann ganz unterschiedliche Ausprägungen haben. Fasten heißt nicht nur, allein auf kulinarische Genüsse zu verzichten. Fasten heißt eigentlich: Den eigenen Status überprüfen, geht’s so noch gut weiter? Oder sollte es Kurskorrekturen geben? Welche Schwierigkeiten tun sich auf? Und weil da vielleicht sogar eine Umkehr angesagt ist, heißt die Fastenzeit im katholischen Bereich auch etwas sperrig: „Österliche Bußzeit“.

Und es gibt einen Ort, der sich schon in der Bibel für so eine Auszeit aufdrängt: die Wüste. Gut: eine Wüste werden Sie hierzulande schwerlich finden. Ich war auch schon mal in der Wüste Juda, wo schon Jesus gewesen ist. Absolute Kargheit herrscht dort. Man fällt auf sich zurück. Die Sonne sticht und die Stille ist mitunter auch schwer auszuhalten. Aber: Die Wüste bedeutet auch: Weite. Der Blick ins Freie.

Jesus hat diese Wüsten-Erfahrung gemacht. Davon berichtet das Bibelstück, das heute in den katholischen Kirchen vorgelesen wird. „Wüste“ – das heißt für Jesus Freiheit – aber auch Unsicherheit, Hunger, Durst, Ausgeliefert-Sein. Eine oft schwierige, genauso oft aber auch sehr fruchtbare Zeit – weil nichts mehr von einem selbst ablenkt.

„Sieben Wochen ohne“ heißt die dazu passende Aktion der evangelischen Kirche. Die finde auch ich als katholischer Pastor echt gut. In diesem Jahr heißt das Leitwort: „Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge“ Da werden beide Situationen in den Blick genommen: Der einsame „Wüstenspaziergang“ genauso wie das gemeinschaftliche Erleben. Zwischen diesen beiden Polen bewegt sich oft das normale Leben. Auf welche Alleingänge kann ich auch verzichten, die kreative Kraft der Gemeinschaft besser auch für mich nutzen – und wo brauche ich genau diese einsamen „Wüstenzeiten“ und das stille Nachdenken? Manches wird uns sehr nahe sein – manches wird uns auch Überwindung kosten, abhängig von der jeweiligen Situation,.

„Alleinsein ist erwünscht, Aufbruch auch: „Komm rüber!“ Denn Segen ist an das Aufbrechen gebunden, nicht an das Verharren. Neue Gedanken wagen, der anderen Meinung ohne Furcht begegnen – das macht reich,“ sagt Ralf Meister, Botschafter von „Sieben Wochen ohne“ und evangelischer Landesbischof in Hannover. Er lädt auch gleich um 9.30 Uhr zum Eröffnungsgottesdienst der Aktion „Sieben Wochen ohne“ in Osnabrück ein, den die Kollegen des ZDF live aus der Katharinenkirche übertragen. Und kurz darauf überträgt die ARD um 10 Uhr die Eröffnung der Misereor-Fastenaktion aus Ludwigshafen. Dabei geht es um die weltweite Solidarität mit Menschen, die tatsächlich mitunter in Wüsten leben. „Sieben Wochen ohne Alleingänge“ – das heißt für Christinnen und Christen auch: Wir gehen zusammen in einer Weltgemeinschaft. Wir sind nicht die Insel der Glückseligen, sondern verbunden. Denn solche Alleingänge machen viel schneller als gedacht einsam wie in der Wüste. Wie auch immer: Kommen Sie gut in diesen ersten Fastensonntag, mit guten Erlebnissen in „Sieben Wochen ohne“.


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