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Kirche in WDR 4 | 02.03.2024 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

„Ich kenne viele Bergleute. Die bezeichnet man als Kumpel, aber die meisten sind alles bloß Mitarbeiter.

Okay, ist ein Kumpel. Wir sind ein Herz und eine Seele. - Wo ich hier angefangen bin, haben mir die Kumpels die deutsche Sprache, die Kultur beigebracht. Man könnte sagen: Mein Deutschland ist die Zeche.“

Jahrhundertelang hat der Steinkohlebergbau Teile Deutschlands geprägt. Um die Zechen herum entstand eine eigene Kultur, ein soziales Netz, ein Lebensstil. Diese Zeit ist vorbei. Davon erzählt der Dokumentarfilm „Wir waren Kumpel“ von Christian Johannes Koch und Jonas Matauschek. Er läuft seit dieser Woche im Kino. Der Film nimmt die Menschen in den Blick, die unter Tage gefahren sind – auch mit Biografien, die nicht ins Klischee passen. Wie die von Transfrau Martina.

„Mein Opa war im Bergbau, mein Vater auch. Da habe ich da einfach angefangen. Ich war eigentlich schon immer eine Frau, sah nur halt aus wie ein Mann. Deutschlandweit bin ich die einzige Frau, die im Steinkohlebergbau unter Tage gearbeitet hat.“ Sie alle mussten sich nach dem Ende der Steinkohle umstellen. Einen neuen Job suchen, neue Hobbies – sich selbst neu erfinden. Vorbei ist, was sie bislang geprägt hat: Das Kumpel-Sein, fest verankert in einem sozialen System mit klaren Regeln, wo nicht der Einzelne, sondern das große Ganze zählte. Sie haben ganz unterschiedlich nachgedacht: Über sich, ihre Vergangenheit und Zukunft. „Man muss auch mal an die Nachwelt denken. Ein Bergmann, der Kohle gefördert hat für Kohlekraftwerke. Und dann will er die Welt retten. - Im Nachhinein hätte ich jetzt lieber was ganz anderes gemacht: Friseuse oder Make-Up-Artist. Aber wäre ich damals bei meinen Eltern damit um die Ecke gekommen, die hätten gesagt: Hast du einen am Sträußchen? So habe ich dann meine Rolle des harten Kumpels gespielt.“ Wenn das Leben sicher scheint und dann doch alles anders kommt, dann fängt die Welt auf einmal an zu wanken. Unsicherheit, Ängste, Wut, Orientierungslosigkeit. Keine einfache Situation. Besonders, wenn man seit Generationen der erste ist, der auf einmal die Frage beantworten muss: Was soll ich tun, wo will ich eigentlich hin? Das kommt heute deutlich häufiger vor als früher. Die Festanstellung für's Leben ist eine Rarität geworden – mittlerweile wissen die meisten nicht einmal, ob es ihren Job in zehn Jahren noch gibt. In einer solchen Situation nicht zu verzweifeln, sondern sich zu finden, Zuversicht zu schöpfen, ist eine Kunst – eine Lebenskunst. Auf die kann jeder nur hoffen.

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