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Kirche in WDR 4 | 31.05.2024 | 08:55 Uhr

Reichtum

Guten Morgen!

„Was muss ich tun, damit ich in den Himmel komme?“ Das fragt ein Mann Jesus. Antwort: „Halte die Zehn Gebote.“ Also nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht lügen, die Eltern ehren und so weiter. „Das habe ich alles gehalten von Kind an“, erklärt der Mann, „was fehlt mir noch?“ Da antwortet Jesus: „Wenn du vollkommen sein willst, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, und komm mit mir!“ Der Mann schweigt traurig und geht weg, denn er ist sehr reich. „Wie schwer werden die Reichen in den Himmel kommen!“, sagt Jesus dann. „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ Die Leute drumrum sind entsetzt.

Der Reiche ist ein frommer Mann, der alle Gebote hält. Jesus will wissen, was ihn wirklich bewegt. Er will wissen, worauf er sein Leben baut. Vertraut er auf seinen Reichtum? Ist der für ihn lebenswichtig? Glaubt er, sein materieller Besitz würde ihn im Leben sichern, halten und tragen? Und am Ende auch im Sterben?

Jesus hat Grund zu der Annahme, dass der reiche Mann so ähnlich denkt. Er sucht etwas, ihm fehlt etwas, er will sich gut fühlen und doch alles Geld behalten.

Mit Geld kann man viel Gutes tun. Man kann Not lindern, gegen Ungerechtigkeit wirken. Gut 60 Millionäre weltweit fordern höhere Steuern für alle Reichen. Die Initiative heißt „Tax me now“, also „Besteuere mich jetzt“. Das Geld soll zu einer gerechteren Verteilung des Vermögens beitragen. Die Initiative kritisiert die „absurd niedrigen bis nahezu nicht vorhandenen Steuersätze für sehr reiche und hypervermögende Menschen“. (1) Eine der Forderungen: eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen. Damit könnten staatliche Aufgaben finanziert werden, die aufgrund der Schuldenbremse erstmal verschoben werden müssen.

Was Jesus dem reichen Mann sagen will: Dir fehlt etwas. Etwas, das kein Geld der Welt dir schenken kann. Ein Halt. Eine feste Zuversicht. Sinn. Das Geld, es gehört auch nicht wirklich dir.

Dies ist das Nadelöhr, durch das du gehst: Du erkennst, dass du dein Leben nicht dir selbst verdankst, sondern dass da einer hinter dir steht. Und eine Kraft in dir ist, die von Gott kommt und sich nicht kaufen lässt. Im Leben und im Sterben gehörst du zu Jesus Christus – gleich ob du arm oder reich bist.

Ich glaube: Jesus ist der Grund meines Lebens, nicht das, was ich – durch Fleiß oder Glück – erworben und geschaffen habe. Und deshalb kann ich leicht und frei davon abgeben. Und finde vielleicht das, was ich nicht kaufen kann, was aber meine tiefe Sehnsucht nach Halt und sinnvollem Leben stillt.


Dass Sie heute, ob reich oder nicht, leicht und frei etwas abgeben können, wünscht Ihnen Ihr Andreas Duderstedt aus Lemgo.


Quellen: (1)

https://www.youtube.com/shorts/YGC9GadAJa0?app=desktop (HR, Sendung vom 3.5.2023) (letzter Abruf 15.05.24)


Weitere Informationen: https://www.taxmenow.eu/



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze





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