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Kirche in WDR 5 | 31.08.2015 | 06:55 Uhr

Montagsgefühl

Guten Morgen!

Hat es sich schon gemeldet, Ihr Montagsgefühl?

Ich meine dieses diffuse Wochenanfangsgefühl, das sich oft schon Sonntagabend meldet. Diese komische Anspannung im Bauch und in der Brust, die manchmal heiter und andere Male wolkig ist oder auch gemischt, irgendwie mulmig.

Meistens lassen wir sie unbeachtet vorüberziehen.

Schon sonntagabends stürzen wir uns in irgendeine Art von Ablenkung, schalten den Tatort ein, packen die Schultasche für den nächsten Tag, telefonieren mit Eltern oder lesen etwas. Wir tun alles, damit es schnell verfliegt, dieses Gefühl.

Können Sie heute ein Montagsgefühl bei sich ausmachen?

Was haben Sie diese Woche vor? Was steht an?

Behalten Sie die Fragen im Hinterkopf und lassen Sie sich von einem Zwiegespräch inspirieren, das an so einem Wochenanfang wie heute stattgefunden haben könnten:

Da fragt einer:

Sprecher (Mann): „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe?“

Eine andere antwortet:

Sprecherin (Frau): „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Der eine ist nicht ganz sicher, was er davon halten soll und fragt ungläubig:

Sprecher (Mann): „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen und der dich behütet, schläft nicht?“

Die andere antwortet:

Sprecherin (Frau): „Schau, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.“

Ich kenne die beiden nicht. Aber ihre Gedanken sind mir irgendwie vertraut:

„Wer hilft mir eigentlich bei all dem Alltäglichen dieser Woche?“

„Gibt es etwas, das mich durch diese Woche trägt?“

Für die eine Gesprächspartnerin ist es ganz klar:

Sprecherin (Frau): „Also, mir hilft mein Gott, du weißt schon, der, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Für den andern scheint es nicht so klar zu sein. Ich kann das gut verstehen. Ich mische mich in das Gespräch ein. Ich frage die, die sich ganz auf Gott verlässt:

„Du meinst, es gibt einen, der immer da ist. Wirklich immer? Tag und Nacht? Was ist, wenn ich am Abhang hänge, und drohe, den Halt zu verlieren? Wenn meine To-Do-Liste wieder mal länger statt kürzer wird. Was, wenn die Therapie, in die wir so viel Hoffnung gesteckt hattet, zu scheitern droht? Was, wenn mein Kind die Ausbildungsstelle nicht bekommt? Egal, was, du glaubst also: Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen? Was macht dich da so sicher? Ich kann nicht glauben, dass es einen gibt, der immer ein Auge auf mich hat und dass er mich immer beschützen kann. Und wenn ich mich umgucke, dann sieht es auch nicht so aus, als hätte Gott alles im Griff. Jeder muss doch mal schlafen. Aber, habe ich das richtig verstanden, der dich behütet, schläft nicht? Also, ich finde es ein bisschen naiv, aber schön ist der Gedanke schon.“

Die Antwort auf all diese Fragen klingt fast wie ein kurzes Mantra:

Sprecherin (Frau): „Siehe, der Hüter Israel schläft und schlummert nicht.“

Montagsgefühle. Wenn ich mich auf sie einlasse, frage ich mich: Was hilft mir im Alltag? Kann ich mich zuversichtlich in die Woche stürzen? Was hilft mir, dass ich mich nicht von Fristen und Terminen auffressen lasse; dass ich neue Aufgaben mutig annehme; schwere Zeiten durchstehe; frohe Zeiten genieße.

Und während ich darüber nachdenke, geht das alte Gespräch weiter. Aufgezeichnet wurde es in der Bibel und findet sich dort als Psalm 121.

Es endet mit einem Wunsch, der fast wie ein Versprechen klingt. Einem Wunsch, der die täglichen Gefahren nicht ausklammert und ermutigt, auf Gottes Hilfe zu vertrauen – trotz allem:

Sprecher (Mann):

„Der HERR behüte dich;

Der HERR ist dein Schatten

Über deiner rechten Hand,

Dass dich des Tags die Sonne nicht steche,

Noch der Mond des Nachts.

Sprecherin (Frau):

Der HERR behüte dich vor allem Übel,

Er behüte deine Seele.

Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang

Von nun an bis in Ewigkeit!“ (Psalm 121)

Ihre Judith Uhrmeister aus Düsseldorf!

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