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Kirche in WDR 5 | 04.09.2017 | 06:55 Uhr

ZIEHZUNG DER LOTTOZAHLEN

7, 9 und jetzt noch die 11! Jeden Samstag und Mittwoch fiebern Zig-Tausende von Menschen mit: Kommt meine Zahlenfolge? Und wenn nicht dieses Mal, dann ganz sicher nächste Woche. Guten Morgen!

Heute vor 52 Jahren wurde zum ersten Mal die Ziehung der Lottozahlen im Fernsehen live übertragen, eine Lottofee suggerierte schon damals: Hier können – wie im Märchen – Wünsche wahr werden. Das eigentliche Lottospiel aber ist viel älter. Die Auslosungen fanden bei öffentlichen Festen statt. Dabei gab es Vorformen schon im 15. Jahrhundert in Genua, dann allerdings mit Zetteln, die man aus einem Topf zog.

Die Chance bei diesem Spiel auf den Hauptgewinn ist geringer als gering. Gerade mal eins zu 14 Millionen! Und trotzdem spielen Woche für Woche rund 8,4 Millionen Menschen Lotto oder Toto. Warum? Es spricht eine Hoffnung an, die, zu gewinnen, dieses Mal den Zufall auf seiner Seite zu haben. Das kann sogar zur Sucht werden.

„Glücksspiel kann süchtig machen“ So heißt es jeder Werbung für das Spiel.

Ich selbst spiele nicht mit, habe mir aber auch schon mal überlegt, was ich mit so viel Geld täte: ein tolles Haus kaufen, eine Weltreise machen.

Aber bei kritischem Rückfragen: Das Glück schlechthin, stellt es sich damit wirklich ein? Dann, wenn alle materiellen Wünsche erfüllt sind. Was bleibt dann? Einige „unglückliche“ Millionengewinner können davon berichten, wie es ist, alles zu gewinnen und – alles zu verlieren. Bei dem einen finden sich neue Freunde ein, die nur auf das Geld aus sind, bei dem anderen scheitern Beziehungen, Menschen nutzen einander aus. Ein glückliches Leben ist das sicherlich dann nicht mehr.

Die Frage, die für mich dahinter steckt, ist: Woran mache ich mein Glück fest? Was macht mich wirklich glücklich?

Ich will eine Antwort versuchen, die ich in der im Buch der Psalmen gefunden habe. Der Beter im Psalm 73 (V. 28) sagt: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“ Das klingt simpel. Aber was heißt das? Es ist die Gottesbeziehung, aus der er lebt, die Verbindung, die ihn glücklich sein lässt, weil er sich in seinem Leben nicht nur auf sich verlassen muss. Er setzt nicht auf Materielles, sondern auf eine Beziehung, die ihn durch das Leben trägt.

Das Leben mit Gott ist natürlich kein Glücksspiel, in das viele einzahlen müssen, damit einer gewinnt. Im Gegenteil: Alle können gewinnen, denn dieses Glück ist nicht flüchtig, sondern kann dauerhaft sein. Ich muss mich bloß auf diese Beziehung einlassen, dann ereignet sich das Glück unabhängig von meinem materiellen Besitz.

Gott nahe zu sein ist zum Beispiel spürbar, dann wenn Beziehungen zwischen Menschen gelingen, in einem guten Wort, im Gebet, im helfenden Tun. Das macht Menschen glücklich und das ist es, was auch schon der Beter des Psalms vor etwa 2500 Jahren weise erkannt hat.

Das Glück meines Lebens, es muss nicht von einem Lottospiel abhängen, damit es gelingt.

Ich sehe jedenfalls der nächsten Ziehung der Lottozahlen gelassen entgegensehen und wünsche Ihnen statt einer richtigen Zahlenfolge das Glück gelingender Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott.

Also: Viel Glück!

Aus Gladbeck grüßt Sie Meike Wagener-Esser.

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