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Kirche in WDR 5 | 05.09.2017 | 06:55 Uhr

AUFWACHEN

Wake up! Wach auf! Mit großen Lettern schreien mich die Worte regelmäßig morgens auf dem Weg zur Arbeit auf der A 40 an. Wach auf! Wake up! Von Sprayern unübersehbar platziert. Nicht zu übersehen. Na, das wäre schlimm, wenn ich jetzt nicht wach wäre hinter dem Steuer.

Guten Morgen! Den Übergang zwischen Schlafen und Wachsein markiert das Aufwachen. Der dauert bei mir manchmal schon eine ganze Weile. Ich bin eben kein Steh-auf-Männchen: Hoppla – und voll fit! Ich brauche so meine Zeit um aktiv zu werden. Dabei habe ich gelesen, dass das Aufwachen von komplexen biologischen Prozessen in meinem Körper gesteuert wird, ganz einfach und unbewusst. Ich muss dazu nichts weiteres unternehmen.

Anders: Ich werde geweckt eben mit den Worten: Wach auf! Dann kann es passieren, dass ich so aus dem Schlaf gerissen werde, dass ich mich zunächst orientieren muss: Wo bin ich? Hab ich verschlafen? Ist alles in Ordnung?

Wake up! Wach auf! Vielleicht hat der Sprayer von der A 40 so etwas Ähnliches im Sinn gehabt mit seinem Weckruf: Wach auf aus deinem Alltagstrott, aus deinen alten Gewohnheiten. Wach auf aus deinen Träumen und komm in der Realität an. Verschlaf dein Leben nicht. Werde aktiv.

Und wie wichtig so ein Weckruf ist: Wie oft bin ich mit den Gedanken ganz woanders, verrichte meinen Alltag in schlafwandlerischer Gleichförmigkeit: Dann gilt: Wach auf! Habe Augen für das Leben um dich herum. Für die Situation, den Menschen, die Herausforderung, die sich dir jetzt gerade stellt. Wach auf heißt hier nichts anderes als: Sei im Moment. Verpass ihn nicht.

Und genau darum geht es auch, wenn in der Bibel von Wachsamkeit geredet wird. Gemeint ist ein Aufruf zum aktiven, aufmerksamen Leben und kein hinterhältiges Auflauern, das einen anderen Menschen bloß kontrolliert.

Jesus zum Beispiel bittet in der Nacht vor seinem Tod seine Jünger darum, mit ihm wach zu bleiben. „Bleibt hier und wacht mit mir“ (Mt 26,38), seid aktiv und bereit! Und was machen die Jünger – ganz menschlich – sie schlafen. Jesus fragt sie daher auch: Konntet ihr nicht mal eine Stunde mit mir wachen?

Hier wird über die Passionsgeschichte Jesu etwas sehr Menschliches, etwas sehr Grundsätzliches ausgedrückt: Dann, wenn es nämlich drauf ankommt, wach zu sein, dann bin ich es oft nicht. Klar, ein gemütliches Zurücklehnen ist schon angenehmer. Aber damit nehme ich mir die Chance der aktiven Lebensgestaltung und -veränderung. Die Gabe der Wachsamkeit holt mich heraus aus dem steten Weiter so!

Also: Wake up! Wach auf im eigenen Leben, es gibt so viel zu gestalten in der Welt.

Aus Gladbeck grüßt Sie Meike Wagener-Esser.

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