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Kirche in WDR 5 | 30.11.2017 | 06:55 Uhr

Mit der Hand schreiben

Mein Terminkalender für 2018 wird wieder aus Papier sein. Ich verwende gerade die eine und andere freie Minute dafür, Geburtstage und andere Ereignisse, an die ich denken will, mit der Hand ins neue Kalendarium zu übertragen. Und die Arbeitstermine natürlich auch. Für sie werde ich das kleine Büchlein demnächst am häufigsten in die Hand nehmen.

Nach mehr als 5 Jahren mit einem digitalen Kalender ist das eine ziemliche Umgewöhnung. Nicht nur, weil sich die Termine leider nicht von selbst auf mehreren Geräten synchronisieren und ich nicht dran denken darf, was wäre, den Kalender irgendwo zu verlieren. Aber mit diesem Risiko hat man ja früher auch irgendwie gelebt.

Mit der Hand zu schreiben gefällt mir wieder neu so gut, weil es Zeiten und Gedanken für mich anders sichtbar macht, als wenn ich sie nur eintippe. Ein ganzer Vormittag ist im Kalender blockiert: Dann ist für anderes wirklich weniger Zeit. Und das fällt mir schon beim Eintragen des Termins auf und landet als Information in meinem Kopf. Und ich liebe am Mit-Der-Hand-Schreiben, dass ich während des Schreibens wirklich nichts anderes tue. Mein Blick fällt nicht auf die Kurznachricht, die grad reinkommt. Jetzt ist nochmal anders jetzt.

Dabei habe ich das Handy kaum weniger in der Hand und möchte es keinesfalls missen. Ich liebe es weiterhin, online zu sein, verschiedene Soziale Medien zu nutzen, Alltagsschönheiten mit der Handykamera festzuhalten und mit Leuten zu kommunizieren. Das gehört längst selbstverständlich und gerne zu meinem Leben dazu.

Aber: Hallo Handschrift, hallo alte Kulturtechnik, Buchstaben aufzuschreiben und zu verbinden. –Da bin ich wieder! Und: ein sehr alter Bibelvers bekommt einen neuen Klang für mich. Von Gott heißt es da, der zum Menschen sagt: „Ich habe deinen Namen in meine Hand geschrieben.“ (Jes 49,16) Nicht ins Handy, in seine Hand sind wir geschrieben, wie etwas Wichtiges, das man sich mit Kuli dort aufschreibt – Buchstabe für Buchstabe: im Hier und Jetzt. Und darüber hinaus.

Einen guten Tag wünscht Susanne Moll aus Aachen.

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