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Kirche in WDR 5 | 01.02.2021 | 06:55 Uhr

Evangelium des Lebens

Oh, mein Gott. In was für schwierigen Zeiten leben wir?

Und dabei meine ich nicht Corona und den verschärften Lock down.

Nein, ich meine die massive Glaubwürdigkeitskrise meiner Kirche.

Beim Amtsgericht Köln sind bis Ende März die Termine für Kirchenaustritte ausgebucht, so jedenfalls berichtet die Presse.

Sehr traurig.

Es ist ein enormer Glaubwürdigkeitsverlust zu beklagen und das Vertrauen in die Kirche ist zutiefst erschüttert.

Viele fragen sich, ob sie sich dieser Kirche noch zugehörig fühlen wollen und können.

Auch mich selbst als Gläubigen und als Mitarbeiter in dieser Kirche beschäftigen diese Fragen.

Ende November kursiert dann unter Katholikinnen und Katholiken der Brief eines Landpfarrers im Rheinland. Sogar in der Lokalzeit Düsseldorf im WDR-Fernsehen wird aus ihm zitiert.

Pfr. Maik Schirpenbach hat darin seine Sorgen und seine Fragen an seine Kirche offengemacht.

Er ist ratlos und findet auch im Gebet keine Antwort auf seine Fragen.

Mitten in diese trübe und durch Anfragen und Zweifel getrübte Zeit trifft mich dann ein Gedanke.

Ich habe ihn gehört in einer adventlichen Predigt.     

(Sprecher) „Vergiss nicht, dass dein Leben das einzige Evangelium ist, was viele Menschen lesen werden“.

Was für ein Satz!

Er stammt von Dom Hélder Câmara ist. Viel weiß ich leider nicht über ihn.

Auf der Homepage von Adveniat, dem Hilfswerk der Katholiken in Deutschland für Lateinamerika, habe ich Folgendes gefunden:

(Sprecher) „Klein von Gestalt, ist und bleibt Dom Hélder Câmara einer der ganz Großen der Christenheit im 20. Jahrhundert. Er war ein Prophet und ein Wegbereiter der brasilianischen Kirche, ein Fürsprecher und Verteidiger der Armen, ein Lehrer des Betens und ein Optimist Gottes.“

Der Gedanke dieses Optimisten Gottes hat mich ins Mark getroffen.

 „Vergiss nicht, dass dein Leben das einzige Evangelium ist, was viele Menschen lesen werden“.

Der Satz stammt aus Lateinamerika.

Sei Du mit deinem Leben die Frohe Botschaft für die Menschen.

Personifiziertes Evangelium!

Der Satz ist wohl nicht gedacht als Lösung für die Glaubwürdigkeitskrise hier.

Und er wird wohl auch die gebuchten Termine für Kirchenaustritte nicht gleich weniger werden lassen.

Aber er erinnert mich an etwas Wesentliches in dieser schwierigen Zeit.

An den Auftrag des auferstandenen Jesus: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung“ (Mk 16,15).

Und dieser Gedanke des Dom Hélder Câmara findet sich auch in dem Brief von Pfarrer Maik Schirpenbach, der im November hierzulande kursierte.

Schirpenbach schreibt:

(Sprecher) „Ist euer Glaube nicht viel stärker als der Kleinmut vieler kirchlicher Verantwortungsträger - weil ihr Fragende und Suchende seid, Pilgernde auf rauen Wege, engagiert für das Unmittelbare, für unsere Orte, die allesamt Gottesorte sind? Ist euch die Botschaft des Evangeliums nicht zu kraftvoll, als dass Kleingeister und Angsthasen sie ersticken könnten? (…) Ahnt ihr nicht, dass unsere Zeit die Hoffnung des Evangeliums und den spirituellen Reichtum des Christentums nötiger braucht denn je?“

Ja!

Wir brauchen hier und heute Botschafter und Hoffnungsträger!

Menschen, die auf ihre je eigene Weise das Evangelium für andere sind.

Dies erhofft sich Peter Krawczack aus Düsseldorf

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