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Kirche in WDR 5 | 29.05.2021 | 06:55 Uhr

Tatort - miteinander verbunden

Jeden Sonntagabend ist es soweit: Wenn nach der Tagesschau der legendäre „Tatort“-Vorspann aus dem Jahr 1970 zu sehen ist, setze ich auf Twitter immer die gleiche, inzwischen ritualisierte Meldung auf Ruhrgebietsdeutsch ab: „Tatort gezz!“ Ich bin Tatort-Fan, meine Frau – das trifft sich gut – auch. Und über die sozialen Netzwerke sind wir seit einiger Zeit auch mit anderen verbunden. Da läuft am Fernseher der Krimi und parallel dazu kommuniziere ich mit ganz vielen übers Handy. Und so schaue ich mit ganz vielen, kommentiere, erschrecke, lästere auch manchmal gemeinsam – wenngleich auch in den verschiedenen Wohnzimmern. Sonntag für Sonntag bin ich daher nicht nur Teil der Fernsehgemeinde, sondern auch dazu noch einer Netzgemeinde, die ja schon länger auch „Tatortgemeinde“ genannt wird. Ich gestehe: Vor Corona schlug bei mir meine digitale „Tatortgemeinde“ fast noch mehr aus der Art als jetzt. Das virtuelle Zusammensein ist ja etwas, was unsere Gesellschaft in den vergangenen Monaten intensivieren musste, da gegenseitige Besuche, Besprechungen und Meetings eingeschränkt werden oder ganz ausfallen mussten. Sätze wie „Wir treffen uns per Zoom-Meeting“ und „Du hast Dein Mikro nicht an“ gehören inzwischen zum alltäglichen Sprachgebrauch. Wobei….dass ich mich virtuell mit anderen verbunden gefühlt habe, das gab es auch schon vor Corona. Das ist sogar schon hunderte Jahre alt – zumindest in der Kirche. Ich spreche von Gebetsgemeinschaft. Wenn meine Frau und ich Abend für Abend gemeinsam die Vesper, das Abendgebet der Kirche, beten, - Corona hin, Corona her – dann tun wir das auch nicht allein. Es ist ein Tun und Handeln der ganzen Kirche, auch wenn wir jetzt nicht wissen, wer alles in demselben Augenblick mit dem Stundenbuch in der Hand dasselbe tut wie wir….und Kommentare kann ich denen auch nicht schicken, wie bei meiner Sonntagabend-Tatortgemeinde – will ich auch gar nicht. Aber, das meine ich ganz ernst: Wenn Menschen ganz fest aneinander denken oder an einen Verstorbenen, Bilder hervorholen, Erinnerungen wachwerden lassen, dann sind diejenigen, an die man sich erinnert, einem ganz nah und verbunden, auch ohne Internet und soziale Netzwerke. Wenn ich an all die Menschen denke, die sonntags nicht mehr den Gottesdienst besuchen können, weil sie krank oder zu gebrechlich sind, und stattdessen Übertragungen im Fernsehen anschauen. Übrigens: Jetzt während der Pandemie machen das übrigens fast doppelt so viele wie sonst: Auch wenn sie körperlich nicht im selben Raum wie die feiende Gemeinde vor Ort anwesend sind, so sind sie doch in Gedanken voll und ganz bei der Sache und daher eben auch an der Feier beteiligt. Allerdings freue ich mich auch darauf, manche Menschen irgendwann einmal leibhaftig wieder zu sehen, mein geliebtes Schützenfest zu feiern oder in festlichen Gottesdiensten mit vielen Menschen in einem Kirchenraum aus voller Kehle zu singen wie jedes Jahr zum Liborifest in Paderborn. Bleiben wir also miteinander verbunden, ob nun beim Radio hören, beim Tatort schauen, beim miteinander beten oder auch demnächst live und in Farbe, das wünscht Ihnen Ihr Jan Hendrik Stens aus Köln!

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