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Kirche in WDR 5 | 09.08.2021 | 06:55 Uhr

Segen to go

Guten Morgen.

Wie fühlt sich Segen eigentlich an?

Wie warme Sonnenstrahlen im Gesicht? Wie ein leichter Windhauch, der einem um die Nase weht? Für mich fühlt sich Segen an wie ein Kaffee zum Mitnehmen. Am liebsten aus meiner Lieblingskaffeerösterei. Meistens bin ich noch ziemlich müde, wenn ich früh morgens dort hinlaufe. Der Weg kommt mir dann doch auch ziemlich anstrengend und lang vor. Dann aber… Noch vor der Ladentür steigt mir der Geruch von frisch gemahlenem und frisch aufgebrühtem Kaffee in die Nase. Und auch das zischende Pfeifen des Milchaufschäumers ist zu hören. All das nur der Auftakt zum eigentlichen Genuss: ein Latte Macchiato, ein Cappuccino und ein Espresso. Und dann ganz vorsichtig den ersten, heißen Schluck nehmen. Ah. Es breitet sich in meinem Mund sofort ein bitterer, aber vollmundiger Geschmack aus. Ich spüre wie meine Energie zurückkommt. Was für ein Segen.

 

Die kleine Kaffeerösterei ist ein Ort, zu dem ich gehen kann, wenn ich kraftlos und müde bin. Oder wenn ich eine gute Tasse Kaffee mit anderen teilen möchte. Oder wenn ich einfach mal eine Pause brauche. Egal, was ich mache: Einen Kaffee wie dort bekomme ich bei mir zu Hause nicht hin. Was mache ich also? Wie erhalte ich mir diesen segensreichen Hochgenuss? Dieses Gefühl der Stärkung und Ausgeglichenheit bis nach Hause? Ich nehme den Kaffee mit – in einem Coffee-to-go-Becher. So begleitet er mich noch ein Stück auf meinem Weg in den Tag. So ein frisch gerösteter Kaffee macht mich für diesen Moment zufrieden. Und frische Energie ist ein Segen.

 

Man sagt das ja so, „ein Segen“. Beim Kaffee verbinde ich damit Dank an Gott: Danke für die Kaffeebohnen und die, die sie gepflückt und transportiert haben. Danke, dass ich mir diese kleine Freude leisten kann und dass es diese Rösterei überhaupt gibt.

Gesegnet zu sein bedeutet Gesundheit, Glück, Wohlstand und Frieden. Ich brauche Segen, weil das nicht der Normalzustand in meinem Leben ist. Leben ist gefährdet, Glück und Wohlstand sind zerbrechlich und auch meine Kraft ist begrenzt. Ich brauche dann, dass mir jemand Segen zuspricht. „Gott segne dich und behüte dich…“ Du bist nicht allein. Und der, der mit dir unterwegs ist, der sich zum Mitnehmen anbietet, ist Gott. Das heißt nicht, dass Gott sich einpacken oder in einen Coffee-to-go-Becher füllen lässt.

Aber ein Segenswort lässt sich mitgeben. „Viel Glück und viel Segen auf all’ deinen Wegen.“ singen wir in der Gemeinde an Geburtstagen. Eltern, segnen ihre Kinder, bevor sie morgens zur Schule gehen. Vielleicht legen sie ihnen die Hand auf den Kopf oder die Schulter oder sie sagen: „Wo du hingehst, da kann ich dich nicht immer begleiten und dich beschützen. Aber ich gebe dir etwas anderes mit: einen Segen – sozusagen: Einmal Gott zum Mitnehmen, bitte!“

„Noch ist alles offen, noch ist der Tag verborgen. Doch sein guter Segen geht schon mit uns.“ Gott segne Sie heute an diesem Tag.

 

Es grüßt Sie, Pfarrerin Veronika Grüber aus Bad Salzuflen.

  

 

Quellen:

Nach einem Lied „Vai com Deus/Geh mit Gott“ aus „Das Liederbuch – Lieder zwischen Himmel und Erde.“ Text und Musik: Simei Monteiro (dt. Text: Fritz Baltruweit, Päivi Jussila).

  

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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