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Kirche in WDR 5 | 21.06.2022 | 06:55 Uhr

Patron der Jugend

Zu Weihnachten habe ich einen kleinen Taschenkalender geschenkt bekommen. Ein Text für jeden Tag. Mal etwas länger, mal etwas kürzer. Und unter jedem Datum stehen die Heiligen, also die Menschen, die die Kirche wichtig findet, dass sie niemand vergisst, weil sie Besonderes getan haben. Ab und zu denke ich daran diesen Kalender am Morgen aufzuschlagen und mich inspirieren zu lassen, sozusagen als Tagesüberschrift.

Heute z.B. ist der Gedenktag des Heiligen Aloisius von Gonzaga. Ich habe mal nachgeschaut, was er so gemacht hat, denn darunter steht „Patron der Jugend“ – und das macht mich neugierig, auch wenn ich ja nicht mehr so jung bin. Aber, die jungen Menschen liegen mir am Herzen.

Also: Aloisius ist im Jahr 1591 schon mit 23 Jahren gestorben. Aber scheinbar hat er schon in diesen jungen Jahren Menschen stark beeindruckt, sonst wäre er auch nicht in diesem Kalender gelandet. Aloisius war adelig. Er trat als Jugendlicher in den Orden der Jesuiten ein – dem übrigens auch der jetzige Papst angehört – und dann pflegt er Kranke. Mit Hingabe auch diejenigen, an die sich niemand mehr rantraut, z.B. Pestkranke. Dabei infiziert er sich und stirbt
daran. In heutigen Zeiten hätte er sicher keine Scheu vor Coronakranken gehabt.
Und er setzt sich dafür ein, dass auch arme Leute ein würdiges Begräbnis erhalten. Erschien auch ein guter Begleiter für junge Menschen zu sein. Deswegen auch Patron der Jugend. Der heilige Aloisius hat also keine Kriege beendet, Wunder vollbracht oder kluge Schriften hinterlassen. Und genau das mag ich an diesen Gedenktagen für Heilige. Da wird etwas hervorgehoben, was sonst niemandem mehr einfallen würde.

Ein guter Grund, heut ein paar dankbare Gedanken an die Menschen zu schicken, die Kranke pflegen oder die sich um verstorbene Obdachlose kümmern und ihnen eine würdige Beerdigung verschaffen. Denn solche Heilige gibt es auch in unserer Zeit. Sie stehen in keinem Kalender. Aber stellvertretend gibt es eben heute diesen Aloisius von Gonzaga. Und an die Jugend zu denken ist auch nicht verkehrt. Ein bisschen viel auf einmal für einen Tag. Aber an einem der Themen werden ihre Gedanken hängen bleiben.

Ich selbst komme ins Nachdenken darüber, was dieser Heilige denn für mich und mein Leben bedeutet. Also konkret – nicht nur in frommen Gedanken.

Ich könnte z.B. daran arbeiten, meine Berührungsängste zu Menschen am Rande der Gesellschaft abzubauen. Ihnen freundlich zuzulächeln oder auch nur Blickkontakt auf Augenhöhe zulassen, auch mal etwas geben. Da habe ich hier in der Kölner Fußgängerzone rund um den WDR, mit den vielen Obdachlosen, ein gutes Übungsfeld. Ist nicht viel, aber etwas. Und sicher fällt mir noch das eine oder andere ein, wenn ich im Laufe des Tages ab und zu mal an diesen Aloisius von Gonzaga denke – und als Katholikin hoffe ich ja auch immer ein bisschen, dass jemand, wie der Heilige
Aloisius, aus dem Himmel
bei meinen guten Vorsätzen hilft.
Es kann also ein guter Tag werden, der vielleicht ein paar Spuren hinterlässt.

In diesem Sinne – haben sie einen besonderen Tag,

Ihre Sr. Jordana Schmidt aus Krefeld

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