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Kirche in WDR 5 | 28.09.2022 | 06:55 Uhr

Quellen des Lebens

In einer Oase wuchs eine kleine Palme. Voller Lebensfreude

streckte sie sich dem Licht und der Wärme der Sonne entgegen.

Da kam ein Mensch vorbei, der nichts Frohes und Gesundes

sehen konnte. Er nahm einen schweren Stein und legte ihn

oben in die Baumkrone der kleinen Pflanze.

Die junge Palme wankte und schwankte und drohte, unter dieser Last

zu zerbrechen. Doch dann – um Halt zu finden - grub sie ihre Wurzeln

mit letzter Kraft noch einmal tiefer und tiefer in die Erde.

Dort unten aber stieß sie auf eine verborgene Wasserader. Das Wasser

strömte in die kleine Pflanze und sie nahm seine Kraft in sich auf;

und dann - ganz langsam - begann sie wieder zu wachsen: Stück für Stück.

Nach vielen Jahren kam besagter Mensch wieder in diese Oase

und musste erkennen: mitten in ihr stand eine besonders große, kräftige

und schöne Palme und oben in ihrer Krone lag ein schwerer Stein.

Wachsen unter Lasten, wachsen mit Behinderungen -

ob es das auch im echten und wahren Leben gibt?

Manchmal hat man vielleicht wirklich nur die Alternative zu zerbrechen

oder zu kämpfen. Tiefer zu gehen und seine Wurzeln zu treiben,

in der Hoffnung, auf neue Kraftquellen zu stoßen. Und dann kann am Ende

sogar die Last eines Lebens zu einem Teil seiner Krone werden.

Nicht wenige Menschen haben auf diese Weise ihren Weg

zum Glauben, zur Hoffnung und zum Lieben gefunden.

Der Mann aus Nazaret hat seine Freundinnen und Freunde

immer wieder aufgerufen, ihr Kreuz anzunehmen und zu tragen.

Das klingt zunächst nach Schwäche, Unterwürfigkeit und Resignation.

Man könnte es aber auch die Integration des Belastenden und Schweren

in das Leben nennen, wenn man es nicht überwinden und abschütteln kann.

Der Nazarener ist seinen Weg so gegangen, weil er auch von dem

anderen wusste, was ein Beter in den Psalmen einmal so gesagt hat:

„Bei dir, Gott, ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht


schauen wir das Licht.“ (Psalm 36,10.)

Keinen belastenden, sondern einen stärkenden und hellen Tag,

an dem Sie zu ihren Quellen finden und daraus schöpfen können –

das wünscht Ihnen aus Köln Pfr. Jürgen Martin.

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