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Kirche in WDR 5 | 12.10.2022 | 06:55 Uhr

Von göttlicher Schöpfkraft

Kinder lieben Rollenspiele. Mal sind sie Piraten, mal Prinzessinnen oder Löwen. Mal spielen sie, dass sie wieder Babys seien, mal Zugfahrer. Sie üben sich damit ins Leben ein, probieren sich und Lebensmodelle aus. Je mehr Rollen sie spielen, desto besser. Das macht Kinder erfinderisch,

stärkt ihre Phantasie und Flexibilität. Meist kommt das Bedürfnis, Rollen auszuprobieren, aus den Kindern selbst, wenn sie dazu Möglichkeiten haben.

Kinder sind schöpferisch.

Weiter gefasst: Jeder Mensch ist schöpferisch.

Dieser Überzeugung war Josef Beuys. Der Künstler prägte den provokativen Satz: Jeder Mensch ist ein Künstler. Damit meint er nicht, dass ein Mensch besonders gut Bilder malen oder Romane verfassen könne oder musikalisch sei. Josef Beuys geht vielmehr davon aus, dass in jeden Menschen eine kreative Energie gelegt sei. Von Anfang an. Diese Energie sieht er in engem Zusammenhang mit Gott, nennt sie die „Christuskraft in uns“. Diese Christuskraft gibt Menschen Möglichkeit, schwierige Situationen auszuhalten und – wenn es geht – umzugestalten. Neue Hoffnung zu schöpfen oder die eigene Rolle zu verlassen.

Nikolaus Harnoncourt, österreichischer Dirigent, schrieb:

Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage. Sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet.

Jede Nabelschnur ist mehrfach gewunden. Sie verbindet den Embryo

mit der Plazenta, dem Mutterkuchen. Jede Nabelschnur versorgt das ungeborene Baby mit allen Nährstoffen, die es zum Wachsen braucht. Nach seiner Geburt wird das Baby abgenabelt und in sein Eigenleben entlassen.

Anders in der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Da bedeutet das Bild der Nabelschnur die immerwährende Verbindung zwischen Mensch und Schöpfer. Viele Künstler sprechen davon, dass sie ihre kreativen Einfälle, ihre Intuition, ihre Visionen von Gott her erhalten und sich wie ein Gefäß dafür zur Verfügung stellen.

Betreffen diese Überlegungen nur eine Randgruppe? Ich meine, nicht.

Wenn jeder Mensch ein Künstler ist, wenn in jedem Menschen göttliche Schöpferkraft wohnt, dann können wir uns diese Kraft bewusst machen und nutzen. Dabei geht es darum, unser Potenzial auszuschöpfen. Selber zu denken und uns in neue Erfahrungen hineinzutrauen. Und es geht um unsere Verantwortung unseren Kindern gegenüber, dass sie ihre Phantasie, ihre göttliche Schöpferkraft entfalten. Damit sie die Welt von morgen einfallsreich und mutig gestalten können.

Aus Coesfeld grüßt Sie Petra Fietzek

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