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Kirche in WDR 5 | 13.05.2023 | 06:55 Uhr

MUTTERTAG

„Mama, wir lieben dich immer“ – meine damals 8-jährige Tochter überreicht mir stolz ihr selbst gebasteltes Lesezeichen am Muttertag. Darauf zu sehen: Ein Foto von meinen drei Kindern und dieser eine Satz in wunderschön krakeliger Kinderhandschrift geschrieben: „Mama, wir lieben dich immer.“ Was für ein Privileg!

Viele dieser Liebesbekundungen haben in der Menschheitsgeschichte die Herzen der Mütter erweicht, und das im besten Fall nicht nur am Muttertag. Dieser wurde heute vor 100 Jahren zum ersten Mal in Deutschland gefeiert– ein Tag, dem eine sehr wechselhafte Geschichte vorausgeht – und problematisch war sie zum Teil auch.

Ursprünglich kommt der Muttertag aus der Frauenbewegung, aber nicht in Deutschland. In England und den USA erinnerten die Frauenrechtlerinnen an die Verdienste verstorbener Mütter. In Deutschland wiederrum haben die Blumengeschäftsinhaber diesen neuen Feiertag vorangetrieben. Beim ersten deutschen Muttertag, am 13. Mai 1923, stand also das Blumenschenken mehr im Vordergrund als die Frauenbewegung.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Muttertag dann politisch: Die NSDAP benutzte den Muttertag für ihre Propaganda. Besonders geehrt wurden in der Folge kinderreiche Mütter für ihre Förderung des sogenannten arischen Nachwuchses. Diese braune Färbung hat lange Zeit mitgeschwungen in den bunten Blumensträußen, die auch in der Nachkriegszeit den Müttern geschenkt wurden.

Eine lange und wechselhafte Geschichte also. Trotzdem: 100 Jahr später kann ich mich unvoreingenommen freuen über das kleine Lesezeichen meiner Tochter, das mich lange durch die vielen schönen Schmöker begleiten wird.

Die Liebe zu meinen Kindern verbindet mich über die Zeiten hinaus mit anderen Müttern früherer Generationen. Sie haben, auf ihre Art versucht, ihre Kinder für das Leben fit zu machen.

Auch uralte Texte aus der Bibel wissen um diese spezielle Mutterliebe. So fragt der Prophet Jesaja: „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / ohne Erbarmen sein gegenüber ihrem leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergisst: / Ich vergesse dich nicht. (Jes 49,15)“ Dieser letzte Satz berührt mich, denn durch Jesaja spricht Gott – wie eine Mutter, die unverbrüchlich liebt.

Am Abend der Geschenkübergabe mache ich mich an ein Lesezeichen für meine Kinder „Ich liebe euch immer“. Mir ist wichtig das sie es wissen. Ob meine Bemühungen reichen, meinen Kindern eine gute Zukunft zu schenken, das kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich befinde ich mich auch damit in guter Gesellschaft mit anderen Müttern – mit Müttern von heute und mit jenen aus längst vergangenen Zeiten. Bei diesem Gedanken entlastet mich vor allem folgende Erkenntnis: Nicht nur meine Liebe begleitet meine Liebsten auf ihrem Lebensweg. Auch Gott hat ihnen Liebe geschworen und ich vertraue darauf, dass er sie behütet.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen morgen einen schönen Muttertag, aus Ostbevern grüßt Sie Franzis Niehoff.








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