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Kirche in WDR 5 | 26.05.2023 | 06:55 Uhr

Philipp Neri

Kennen Sie Philipp Neri? Er wird heute in der katholischen Kirche gefeiert als Heiliger. Dabei haben ihn viele Zeitgenossen als einen Narren gesehen. Zugegeben als einen frommen Narren. Phillipp Neri, geboren vermutlich 1515 in Florenz und mit rund 80 Jahren am 26. Mai 1595 in Rom gestorben. Als er starb, trauerte die ganze Stadt, denn er wurde schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt. Ein Grund dafür war bestimmt, dass die Menschen damals schon merkten, wie sehr ihm Gott am Herzen lag. Und genau das zeigte sich darin, dass er sich um Waisen und Arme kümmerte. Die gab es zu seiner Zeit in Rom zu Hauf. Bemerkenswert war darüber hinaus aber seine Art zu glauben: Sie war mit Humor verbunden! Er selber lachte viel und brachte andere zum Lachen und zum Singen. Er konnte allerdings auch still werden, um Gott zu danken.

Mich beeindruckt an Philipp Neri noch etwas anderes, was ihn bis heute zu einem Vorbild macht: Er war keiner Nörgler, der ständig unterstreichen musste, wie schlimm es in der Welt zugeht und wie wichtig es wäre umzukehren und religiös zu werden. Im Gegenteil: Er soll eine Art Volksfest ins Leben gerufen haben an dem viele Römerinnen und Römer ihre Freude hatten. Genauer gesagt hat er eine Wallfahrt zu den sieben Hauptkirchen in Rom begründet. Auf der Strecke von mehr als 20 Kilometern wurde aber nicht nur gebetet, wie man es sonst von Wallfahrten her kennt, sondern getanzt und gelacht. Es ging Philipp Neri darum, die Freude am Glauben zu wecken und zu fördern. Das ist etwas ganz anderes, als was ich heute oft erlebe: Glaube, gar institutionalisierter Glaube wird nur dann gelebt, wenn es um die Bewältigung von Problemen, Dilemmata und Krisen in der Welt geht. Als ob Religion nur der Notstopfen in Krisenzeiten ist. Oder manchmal höre ich sogar: Es gäbe nur Krisen, weil die Menschen nicht mehr glauben würden.

Mir scheint, dass der Heilige Philipp Neri nicht in diese Kerbe gehauen hat. Obwohl er auch Missstände in seiner Zeit angeprangert hat: Über die Zustände am päpstlichen Hof zum Beispiel soll er sich immer wieder lustig gemacht haben. Vielleicht kommt ja daher sein Ruf als Narr.

Aber in erster Linie hat er eine Freude am Umgang mit Gott verbreitet, die andere Menschen angesteckt hat. Er lebte aus der Freude an Gott und teilte diese Freude mit anderen. Man könnte auch sagen: Philipp Neri dramatisierte nicht die Herausforderungen seiner Zeit, um dann die Religion als eine Art Allheilmittel zu präsentieren. Vielmehr war sein Glaube für ihn eine Quelle der Freude, an der er andere teilhaben ließ. Und genau so stelle ich mir den Glauben und seine Weitergabe auch heute vor! Trotz aller berechtigten Kritik an der Kirche und ihren Vertretern: Die Freude an Gott zu behalten, weil Gott eine Freude am Menschen hat, darum müsste es mehr gehen.

Voll Freude grüßt sie aus Salzkotten Manuel Klashörster

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