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Kirche in WDR 5 | 31.01.2024 | 06:55 Uhr

Don Bosco: Nah bei den Menschen

Er ist sozusagen der „Star“ unter den Sprechern der WDR-Morgenandachten und zweifellos einer der beliebtesten Priester des Erzbistums Köln; Pfarrer Franz Meurer aus dem sozialen Brennpunkt Höhenberg/Vingst. Wenn ich Ihm begegne, sage ich meistens, nur halb im Scherz: „Sei gegrüßt, Du Don Bosco von Köln“. Worauf er lachend abwinkt und antwortet mit einem „Du Jeck, heilich bin ich doch nich“. Wer aber war dieser Don Bosco? Hier seine Geschichte: Im Jahre 1815, in einem kleinen Dorf im italienischen Piemont, wird der Familie Bosco ein Knabe geboren. Schon als Heranwachsender überrascht er mit seiner überbordenden Lebensfreude die Bewohner des kleinen Fleckes in der Provinz Asti. Jeden Sonntag im Frühjahr und Sommer begeistert der junge Johannes Bosco auf dem Marktplatz: als Seiltänzer, Jongleur und Feuerspucker. Jahre später. Aus dem kleinen Gaukler ist der Priester Don Bosco geworden. Und er hat eine magische Anziehungskraft auf die Jugendlichen von Turin. Aber nicht die Wohlbehüteten erreicht er, sondern die Schmutzigen, Verlausten, Verwahrlosten, die an Leib und Seele zugrunde zu gehen drohen. Auch Oberitalien ist zu der Zeit, Mitte des 19. Jahrhunderts im Umbruch: die Industrielle Revolution lässt viele durchs Raster fallen. Für 30 Lire mietet er einen elendigen, mit Schimmel befallenen Schuppen im Industriegebiet von Turin. Und dieser Jugendtreff wird Kapelle, Schulraum, Mensa und Unterhaltungsraum – damals pastoral-revolutionär, kann man sagen. Dieser Treffpunkt wird das Heim von 500 Jugendlichen, die Sonntag für Sonntag zu ihrem Don Bosco strömen. Und wie so oft: Der etablierte Klerus ist „not amused“. Ähnelt das soziale Engagement nicht zu sehr den Sozialisten, welche die „Verdammten dieser Erde“ erlösen wollen? Aber der junge Priester ignoriert alle klerikale Kritik und macht weiter.
Verstehen Sie nun, liebe Hörerinnen und Hörer, warum ich Franz Meurer, als Don Bosco von heute begrüße? Auch er hat Kritiker, die Ihm die Verwechslung des Priesteramtes mit dem eines Sozialarbeiters vorwerfen. Was für ein Unsinn. Als seine alte Kirche in Köln einem Neubau weichen musste bestand Pfarrer Meurer darauf, dass der Keller der Kirche als gigantische Sozialstation einzurichten sei. Mit Zufahrt für LKWs und der Möglichkeit für Jugendliche, einen Führerschein für Gabelstapler zu machen. Was aber die Kritiker vergessen: In der Etage darüber steht der Altar, an dem Pfarrer Meurer Tag für Tag die Messe feiert. Das ist das Geheimnis von Don Bosco und Franz Meurer: Caritas und Frömmigkeit sind das innerste Wesen des christlichen Glaubens: Den Menschen ebenso zugewandt wie Gott. Heute feiert die katholische Kirche das Fest dieses großartigen Heiligen. Santo Don Bosco: Bitte für uns!


Bleiben auch Sie den Menschen zugewandt, das wünscht sich Diakon Willibert Pauels aus Wipperfürth.

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