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Kirche in WDR 5 | 01.02.2024 | 06:55 Uhr

„esst, was Euch vorgesetzt wird“

In allen katholischen Kirchen dieser Welt wird heute in der hl. Messe die Aussendung der 12 Apostel durch Jesus erzählt. In diesem Jahr aus dem Evangelium nach Markus. Aber: diese Episode findet sich in allen vier Evangelien. Denn sie ist wichtig.
Jesus gibt praktische Anweisungen für die Missionsreisen, nämlich vor allem auf jegliche Absicherung zu verzichten und sich in vollem Vertrauen auf dieses Abenteuer einzulassen. Der Evangelist Markus aber lässt dabei einen Satz weg, der sich in den übrigen Evangelien findet. Vielleicht war ihm dieser Satz zu gefährlich und riskant. Er lautet: „…esst was Euch vorgesetzt wird…“ Wie bitte? Dieser schlichte Satz der Höflichkeit soll Sprengstoff enthalten. Warum? -Nun dazu muss man wissen, dass die Hörer und Nachfolgerinnen Jesu zunächst ausschließlich fromme Juden waren. Für sie war das Gesetz des Moses also unantastbar. Und hatte ihr Herr und Meister Jesus nicht gesagt, dass er nicht das „kleinste Jota“ des Gesetzes ändern wolle? Und im Judentum, wie auch im Islam werden die Speisevorschriften aufs Strengste beachtet. „Koscher oder nicht koscher“, „Halal oder Haram“ gehören bis heute zu den höchsten zu beachtenden Vorschriften bei Juden und Muslimen. Und dann fordert dieser Rabbi aus Nazareth förmlich dazu auf, diese Vorschrift völlig außer Acht zu lassen und das zu essen, was vorgesetzt wird. In den Ohren frommer Juden war das ein Skandal! Dass Jesus ein so wichtiges Gesetz des Mose unverfroren missachtet, bestätigt aber, wie er Gebote völlig neu einordnet.
Er missachtet die Gebote des Moses nicht, sondern relativiert sie. In seiner Sprache heißt das: Ich bin gekommen, um das Gesetz zu erfüllen. Und so gibt es in seiner Lehre nur ein einziges unumstößliches Gesetz: „Liebe!“ Und da die Höflichkeit die kleine Schwester der Liebe ist, hat diese Tugend auch Vorrang vor jeglicher Speisevorschrift. Denn: ein Essen abzuweisen ist unhöflich – bis heute, vor allem im Nahen Osten. Liebe als unumstößliches Gesetz. Das taugt mir. Der heilige Augustinus hat es so formuliert: „Ama et fac quod vis.“ „Liebe, und dann tu, was Du willst.“ Hier also mein Appell an meine manchmal etwas alt gewordene katholische Kirche. Habt den Mut, alle Gesetze des Katechismus zu überprüfen. Dienen sie der Liebe, dann sind sie gut. Widersprechen sie wissenschaftlicher Erkenntnis, oder widersprechen sie gar der Liebe, dann sind sie überflüssig. Denn so sagte einst jener Nazarener: „Ein Gebot gebe ich Euch: Liebet einander!“


Denn im Garten des Christlichen ist Liebe der wichtigste Dung - aus Wipperfürth grüßt Sie Diakon Willibert Pauels, der Bergische Jung.

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